Dialog Ergebnisse (DIN 4109)
Der Dialog zeigt die Details der Ergebnisse bei Berechnungen nach DIN 4109 für die im Modus „Ergebnisse“ (siehe Modus „Ergebnisse“) ausgewählte Übertragungssituation.

Nachstehend werden die Dialogoptionen für ein horizontales / vertikales Raumpaar erläutert (siehe Bild oben). Für eine Berechnung der Übertragungssituation von außen nach innen, siehe eigene Dialogoptionen.
Dialogoptionen (vertikal / horizont.)
Zielgröße umschalten
Schalten Sie zwischen den Zielgrößen Luft-/Trittschall für die aktuelle Übertragungssituation durch Klick auf die Zielgrößen-Bezeichnung um.
Liste „Schalldämmung je Bauteil“
Die Liste zeigt die Schalldämmung Rw bzw. den Trittschallpegel Ln,w je Bauteil abhängig von der eingestellten Sortierung der Flankenpfade für das Trennbauteil d und die Flankenbauteile f1..n (n = Anzahl der Flanken) und die Gesamt-Schalldämmung R\('\)w bzw. den Trittschallpegel L\('\)n,w an. Im Fall eines vertikalen Raumpaars wird nach DIN 4109 nur das Trennbauteil berechnet und angezeigt.
Ergebnis/Anforderungsvergleich
In der Ergebnisangabe im rechten Teil des Dialogs wird die Unsicherheit der Prognose uprog (nach DIN 4109) berücksichtigt und das finale Ergebnis angezeigt. Zusätzlich wird in Textform angezeigt, ob die Anforderung eingehalten, nicht eingehalten oder nicht definiert ist.
Trittschall Option „K_T automatisch ermitteln (empfohlen)“
Bei standardmäßig aktivierter Option wird die Korrektur KT in Anlehnung an die Tabelle 2 der DIN 4109-2:2018-01 berücksichtigt. Bei Deaktivierung kann die Korrektur KT vom Nutzer selbst eingetragen werden. Die Korrektur dient zur Berücksichtigung der Übertragungssituation zwischen Sende- und Empfangsraum. Der mögliche Wertebereich für einen manuellen Eintrag von KT liegt zwischen -5 dB und 25 dB.
Tab „Anforderung“
Der Tab „Anforderung“ zeigt die aktuell bestehende oder auch nicht bestehende Anforderung für dieses Raumpaar. Standardmäßig ist die Option „Anforderung aus Raumnutzung automatisch ermitteln“ aktiviert.
- Keine Anforderung gewählt bzw. Anforderung konnte nicht automatisch auf Basis der Nutzung ermittelt werden:

- Anforderung basierend auf der Nutzung/Wohnungszuordnung automatisch ermittelt:

- Für weitere Informationen zur automatischen Anforderungsdetektion siehe Automatische Anforderungsdetektion.
- Für eine manuelle Definition der Anforderung kann die Option „Anforderung aus Raumnutzung automatisch ermitteln“ deaktiviert werden. Nach Klick auf die Schaltfläche „Anforderung editieren“ öffnet sich der Anforderungsbrowser (siehe Anforderungsbrowser).

Liste „Schalldämmung je Bauteil“
Die Liste zeigt für jedes Fassadenbauteil (Wand oder Eingebautes/kleines Bauteil) des Raums folgende Informationen:
- Re,i,w: Das bewertete, auf die übertragende Gesamtfläche bezogene Schalldämmmaß des Bauteiles.
- K: Differenz des maximal an einer Fassade des Raums anliegenden maßgeblichen Außenlärmpegels und dem an dieser Fassade anliegenden maßgeblichen Außenlärmpegels.
- A: Die Fläche des Fassadenbauteils in m²
- Den im Tab „Schallpegel“ (siehe Modus „Schallpegel“) für die Wand definierten maßgeblichen Außenlärmpegel. Im Fall eines eingebauten/kleinen Bauteils wird der maßgebliche Außenlärmpegel der zugehörigen Wand verwendet.
Zusätzlich wird für jede aufgelistete Wand die berechnete Schalldämmung der zugehörigen Flanken angezeigt.
Option Flankierende Übertragung wird berücksichtigt
Diese Option wird bei jeder Neuberechnung des Modells (Klick auf Taschenrechner-Symbol in der Symbolleiste) neu ausgewertet und ist dann aktiviert, wenn R\('\)w,ges \(>\) 40 dB ist, andernfalls wird die Option deaktiviert. Nach der Berechnung ist eine manuelle Änderung möglich, um das Ergebnis ohne/mit Berücksichtigung der Flankenübertragung anzuzeigen. In diesem Fall muss/darf keine Neuberechnung ausgeführt werden. R\('\)w,ges sowie der Vergleich mit der Anforderung werden direkt bei Setzen des Häkchens neu ausgewertet. Diese Option ist nur relevant für die Berechnung von Massivbau-Stößen.
Ergebnis/Anforderungsvergleich
In der Ergebnisangabe im unteren Teil des Dialogs wird das berechnete gesamte bewertete Bau-Schalldämm-Maß R\('\)w,ges unter Berücksichtigung einer Prognoseunsicherheit uprog mit dem erforderlichen gesamten Bau-Schalldämm-Maß erf.R'w,ges verglichen. Sollte das erf.R\('\)w,ges unter Berücksichtigung der Korrektur K_AL geringer als der Mindestwert für die jeweilige Raumnutzung nach DIN 4109-1 sein, so wird das erf.R\('\)w,ges für die Nachweisführung gleich der Mindestanforderung erf. R\('\)w,min gesetzt. Zusätzlich wird in Textform angezeigt, ob die Anforderung eingehalten ist oder nicht. Hierbei wird - anders als in den übrigen Übertragungssituationen - keine Anforderung über den Anforderungsbrowser gewählt.
erf.R\('\)w,ges
In diesem Abschnitt wird die Berechnung des im Anforderungsvergleichs verwendeten „erf. R\('\)w,ges“ aufgeschlüsselt. Die einzelnen Größen beschreiben hierbei:
- L_a: maximaler, maßgeblicher Außenlärmpegel (Einzahlwert): Dieser wird im Modus „Schallpegel“ (siehe Modus „Schallpegel“) definiert. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Benutzerdefinierter, maßgeblicher Außenlärmpegel
- Auswahl eines Lärmpegelbereichs I - VII (hierbei wird immer die Obergrenze des Lärmpegelbereichs verwendet)
- Verwendung der in CadnaA berechneten maßgeblichen Außenlärmpegel und Import mittels Interop CadnaA-CadnaB
- K_Raumart: Die nach DIN 4109-1, Abschnitt 7.1 angegebene Korrektur je Raumart, welche sich in CadnaB entsprechend der definierten Nutzung ergibt.
- erf. R\('\)w,min: Die nach DIN 4109-1, Abschnitt 7.1 angegebenen Mindestanforderung bei bestimmten Raumarten. Der Wert ergibt sich aus der in CadnaB definierten Nutzung.
Hinweis
Bei der Berechnung der Schallübertragung von Wänden wird die Fläche aller - vom Raum aus gesehenen - Fassadenflächen berücksichtigt. Decken werden hierbei nicht berücksichtigt.
Dialogoptionen (zweischalige Massivwand)

Bei Berechnung der Luftschalldämmung mit einer zweischaligen Massivwand als Trennbauteil (z.B. bei Einfamilien-Reihenhäusern oder Doppelhäusern) zeigt CadnaB einen speziellen Ergebnisdialog an. Die Berechnung erfolgt entsprechend DIN 4109-2:2018, Kapitel 4.2.3. Nachfolgend werden die einzelnen Dialogoptionen erläutert.
Hinweis
Die im Ergebnisdialog getätigten spezifischen Eingaben können mit Kopieren (STRG + c) und Einfügen (STRG + v) auf andere Übertragungssituationen kopiert werden.
Gewählte Wandkonstruktion
... zeigt die Konstruktion an, welche für das Trennbauteil gewählt wurde.
Übertragungssituation
Die nach DIN 4109-2:2018, Tabelle 1 angegebenen Zuschlagswerte ΔRw,Tr sowie die Möglichkeit zur Auswahl der Konstruktion selbst. In letztem Fall wird der Zuschlagswert aus dem Aufbau der Konstruktion abgeleitet.
Korrektur
Auswahl einer Korrektur entsprechend DIN 4109-2:2018, Tabelle 1, Fußnoten a und b. Bei Schalen mit einer flächenbezogenen Masse \(<\) 200 kg/m² können die o.g. Zuschlagswerte um 3 (Zeilen 1-4) bzw. 6 dB (Zeilen 5, 6) erhöht werden.
Schalenabstand ist min. 50 mm, Fugenhohlraum mit Mineralwolle gefüllt
Auswahl einer Korrektur entsprechend DIN 4109-2:2018, Tabelle 1, Fußnote c. Bei einem Schalenabstand von mindestens 50 mm und wenn der Fugenhohlraum mit Mineralwolldämmplatten ausgefüllt ist, können die o.g. Zuschlagswerte in den Zeilen 1, 2 und 4 um 2 dB erhöht werden.
Berechnung
Es werden die Ergebnisse für Rw bzw. R\('\)w angezeigt. Alle zuvor beschriebenen Korrekturen werden direkt in ΔRw,Tr angezeigt. Die ausgewiesene Korrektur K wird dann berücksichtigt, wenn die flankierende Übertragung über das Fundament oder die Bodenplatte vernachlässigt werden kann, siehe auch DIN 4109-2-2018, Kapitel 4.2.3.2.
Dialogoptionen (Trittschall, biegeweiches Trennbauteil)

Bei Berechnung der Trittschalldämmung (oben → unten) mit einer biegeweichen Trenndecke als Trennbauteil zeigt CadnaB einen speziellen Ergebnisdialog an.
Die Berechnung erfolgt entsprechend DIN 4109-2:2018, Kapitel 4.3.3.1.1. Nachfolgend werden die einzelnen Dialogoptionen erläutert.
Hinweis
Die im Ergebnisdialog getätigten spezifischen Eingaben können mit Kopieren (STRG + c) und Einfügen (STRG + v) auf andere Übertragungssituationen kopiert werden.
Gewählte Wandkonstruktion
... zeigt die Konstruktion an, welche für das Trennbauteil gewählt wurde
Deckenaufbau
Auswahl des nach DIN 4109-2:2018, Tabelle 3 angegebenen Deckenaufbaus (Auswahl der Spalte).
Wandaufbau SR/ER
Auswahl des nach DIN 4109-2:2018, Tabelle 3 angegebenen Wandaufbaus im Empfangsraum (Auswahl der Zeile).
Estrichaufbau
Auswahl des nach DIN 4109-2:2018, Tabelle 4 angegebenen Estrichaufbaus (jeweils Zeile a, b oder c). Auf Basis der Trittschallübertragung Ln,w + Korrektur K1 (ermittelt aus Decken- und Wandaufbau) ergibt sich so mittels Tabelle 4 die Korrektur K2.
Berechnung
Es werden die Ergebnisse für Ln,w bzw. L\('\)n,w angezeigt. Die zuvor ermittelten Korrekturen werden als K1(Decken-/Wandaufbau) und K2 (Estrichaufbau) nochmals angezeigt.
Angezeigte Hinweise zu Abweichungen
Die in den Ergebnisdialogen mit Ampeln angezeigten Meldungen zu Abweichungen, zu einer streng nach Norm durchgeführten Berechnung, werden im Konsistenzprüfung genauer erläutert.