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Registerkarte „RIA-Auswertung“

Nachfolgende Optionen stehen nur für die Verfahren „Spiegelquellen“, „Teilchen“ oder „Spiegelquellen --> Teilchen“ zur Verfügung.

Echogramme und Abklingkurven berechnen

Bei aktivierter Option werden „für Immissionspunkte“ (mit Optionen T oder AUDIO standardmäßig AN) und ggf. zusätzlich „für Raster“ bei einer Neuberechnung die Echogramme bzw. Abklingkurven für alle aktiven Immissionspunkte und ggf. im dem Raster (für die eingestellte Rasterhöhe, siehe Spezifikation) berechnet. Die Listenfelder zeigen nach einer Berechnung die tatsächlich verwendeten der Gütemaße an.

  • Offset (ms): Durch den Offset wird festgelegt, ab welchem Zeitpunkt die Aufzeichnung der Echogramme beginnt. Bei einem Offset von 0 ms bestimmt sich die Laufzeit ab dem Zeitpunkt der Emission an der Quelle (Standardwert: 0 ms).
  • Klassenbreite (ms): Die Klassenbreite legt fest, welche Zeitintervalle bei der Erzeugung der Echogramme und Abklingkurven verwendet werden. Ein kleiner Wert erfordert mehr Speicherplatz und verlängert ggf. die Rechenzeit für die Auswertung. Ein großer Wert verringert den Speicherbedarf führt aber u.U. zu einer zu "groben" Abklingkurven zur Auswertung der Nachhallzeiten (Standardwert: 10 ms)
  • Option „fein (empfohlen)“ - standardmäßig EIN: Diese Option steht nur dann zur Verfügung, wenn auf der Registerkarte „Berechnung“, Bereich „Teilchen“ (siehe oben), eine maximale Laufzeit als Abbruchkriterium eingegeben wurde. In diesem Fall richtet sich die hier verwendete Anzahl Klassen nach der eingegebenen maximalen Laufzeit bei einer Klassenbreite von 1 ms.
  • Anzahl Klassen: In Verbindung mit der Klassenbreite bestimmt die Anzahl die Länge des betrachteten Zeitfensters (Standardwert: 200).

Hinweis

Das Produkt aus Klassenbreite und Klassenanzahl sollte ausreichend groß sein, um ein ausreichend großes Zeitfenster zur Ermittlung der raumakustischen Gütemaße sicherzustellen (Standardlänge des Zeitfensters: 2 s). Diese zeitliche Obergrenze hängt auch von den maximal erwarteten oder zu berücksichtigenden Laufzeiten ab.

Optionen für STI/STIPA-Berechnung

In diesem Dialogbereich wird die STI bzw. STIPA Berechnung aktiviert und das zu verwendende Störpegelspektrum eingegeben bzw. ausgewählt.

Die Checkbox „STI/STIPA/CIS berechnen“ steht nur zur Verfügung, wenn vorher der Frequenzbereich um das 8 kHz Frequenzband erweitert wurde (siehe Registerkarte „Allgemein“).

Danach stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • ohne Störpegel: Die STI/STIPA-Berechnung erfolgt ohne Berücksichtigung eines Störpegels.
  • Referenzieren eines Störpegelspektrums: Klicken Sie auf das Dateiauswahlsymbol, um ein Störpegelspektrum aus der globalen Bibliothek Störpegel auszuwählen (siehe Störpegel (global)). In diesem Fall wird das gewählte Spektrum in der STI/STIPA-Berechnung für alle aktiven Immissionspunkte als Störpegel verwendet.
  • verwende Immissionspegel aus Variante: Wählen Sie eine der aktiven Varianten aus, die die Ergebnisse einer Störpegel-Berechnung an den Immissionspunkten enthält. Dann werden die Immissionspegel aus der gewählten Variante in der STI/STIPA-Berechnung als Störpegel verwendet.Dies gilt auch für Rasterberechnungen, sofern in der gewählter Variante ein Pegelraster berechnet wurde, wird dieses für die STI/STIPA-Rasterberechnung verwendet.
  • verwende Störpegel aus Raster: Über diese Option kann ein gespeichertes Raster als Störpegelraster geladen werden. Dazu muss vorher ein Störpegelraster als ASCII-Raster (*.rst) gespeichert werden (siehe Raster speichern).
  • bevorzuge Störpegel aus Immissionspunkt: Bei aktiver Option wird - falls vorhanden - das für den jeweiligen Immissionspunkt eingegebene Störpegel zur Berechnung des STI verwendet (siehe Immissionspunkt, Individuelle Standardabweichung (Teilchenmodell)).

Raumakustische Gütemaße

Die Listenfelder zeigen nach einer Berechnung die tatsächlich verwendeten der Gütemaße an.

  • spektrale Gütemaße:

    • T30 (Nachhallzeit bei 30 dB Abfall, in s)
    • T20 (Nachhallzeit bei 20 dB Abfall, in s)
    • T10 (Nachhallzeit bei 10 dB Abfall, in s)
    • EDT (Anfangsnachhallzeit/Early Decay Time, in s)
    • D50 (Deutlichkeitsgrad od. Deutlichkeit, ohne Einheit)
    • C50 (Deutlichkeitsmaß für Sprache, in dB)
    • C80 (Klarheitsmaß für Musik, in dB)
    • TS (Schwerpunktzeit, in s)
  • Einzahlwerte:

    • ALcons%_2k (Artikulationsverlust für Konsonanten bei 2000 Hz, in %)
    • ALcons%_500_2k (Artikulationsverlust für Konsonanten, Mittelwert 500-2000 Hz, in %)
    • STI_male (Speech Transmission Index nach IEC 60268-16, für männliche Sprecher)
    • STI_female (Speech Transmission Index nach IEC 60268-16, für weibliche Sprecher)
    • STIPA_IR (Speech Transmission Index for Public Address Systems nach IEC 60268-16)
    • CIS (Allgemeine Verständlichkeitsskala/Common Intelligibility Scale)

Nach erfolgter Berechnung werden die Ergebnisse (ggf. pro Variante, siehe Varianten) im den Dialog Immissionspunkt (siehe Immissionspunkt) und/oder Immissionspunktkette (siehe Immissionspunktkette) angezeigt.

Details zu den einzelnen raumakustischen Gütemaßen siehe Raumakustische Gütemaße.