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Rasterarithmetik

Mit Hilfe der Rasterarithmetik können verschiedene Raster miteinander verrechnet werden, zum Beispiel um ein Summations- oder ein Differenzraster zu erzeugen.

Dialogoptionen

Verwende Raster

Das aktuell berechnete Raster kann mit R0 (oder r0) adressiert werden. Laden Sie durch Klick auf die Dateiauswahlsymbole bis zu 6 gespeicherte Raster (Dateiformate *.cna oder *.cnr).

Ausdruck für neues Raster

In diesen Feldern kann - unter Verwendung der Raster R0 und R1 bis R6 - für jede eingestellte Zielgröße eine Formel nach den Regeln für Formeln und Operatoren (siehe Kapitel 5 - Operatoren & Funktionen im Handbuch „Attribute, Variablen und Schlüsselworte“) eingetragen werden. Nach Klick auf OK wird unter Anwendung dieses Ausdruckes eine neue Rasterkarte erzeugt.

Beispiel:

  • Raster R1 mit Hindernissen und Abschirmung
  • Raster R2 ohne Hindernisse
  • Differenzraster R2-R1 zeigt Schirmwirkung (Abar) als Rasterkarte

Doppelpfeil (>>)

ermöglicht den Zugriff auf vor-definierte Rasterbezeichnungen (auf Basis der Raster R0 und R1, für R2..R6 analog).

Optionsfelder vor Zielgrößen

Die Optionsfelder in den Zeilen vor den vier Zielgrößen ermöglichen spezifische Ausdrücke für jede Zielgröße zu definieren. Im Ausgangszustand ist kein Optionsfeld aktiviert. Damit wird der Ausdruck für die erste Zielgröße (Ld/Tag für Zielgröße LP1, siehe Registerkarte Zielgrößen) auch auf alle anderen Zielgrößen angewandt. Aktivieren Sie das jeweilige Optionsfeld, um einen abweichenden Ausdruck für diese Zielgröße einzugeben.

Neue Raster ist Schnittmenge der Eingaberaster

Sind mehrere Raster geladen dann bewirkt diese Option, dass nur der Rasterbereich, der eine Schnittmenge der Eingaberaster (Rasterüberlappung) bildet, ausgewertet und angezeigt wird. Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Raster in Varianten

Sind in der Projektdatei mehrere Varianten vorhanden, so kann der Zugriff auch auf Raster in Varianten - neben der aktuellen Variante - erfolgen (zur Tabelle mit Variablen siehe Rastervariablen für Zielgrößen).

Beispiele

Additionsraster

In der ersten Zeile des Feldes „Ausdruck für neues Raster“ wurde r0+1 eingegeben. Da die Optionsfelder der anderen Zielgrößen deaktiviert sind, so wird diese Berechnung automatisch für alle Zielgrößenraster durchgeführt.

Hinweis

Der gleiche Effekt würde auftreten, wenn alle Check-Boxen aktiviert und in jedem Feld, beginnend mit dem ersten, folgende Eingaben erfolgten: r01+1, r02+1, r03+1 und r04+1.

Energetische Addition

In diesem Beispiel werden das aktuelle Rasters (r0) und die unter R_B.CNA und RK_G.CNA gespeicherten Raster energetisch addiert und davon das Raster RK_STR.CNA linear abgezogen. Mit nachfolgenden Einstellungen wird die Berechnung für alle Zielgrößen in gleicher Weise durchgeführt.

Differenzraster

In diesem Beispiel wird ein Raster mit einer Punktquelle vor einem reflektierenden Schirm berechnet, gespeichert und im Feld R1 referenziert. Deaktivieren Sie nun die Reflexion (Reflexionsordnung Null, auf Registerkarte „Reflexion“ in der Konfiguration, siehe Registerkarte Reflexion) und führen Sie erneut die Rasterberechnung durch.

Ziehen Sie das so entstandene aktuelle Raster (r0) vom gespeicherten Raster mit der Formel r1-r0 ab. Als Ergebnis zeigt das Raster den Pegelanstieg resultierend aus der Berücksichtigung der Reflexion.

Rastervariablen für Zielgrößen

In einem Raster bzw. einer Rasterdatei werden bis zu 4 Zielgrößenraster und ein Bodenraster abgespeichert. Der Verweis auf eine Variante muss mit angehängtem @Vy erfolgen

RxZgrNr@Vy oder rxvyyZgrNr (ohne Leerzeichen)

mit x=0 .. 6, y=1 .. 16, ZgrNr=1 .. 4

Fehlt die Variantenbezeichnung @Vy, so erfolgt der Zugriff auf die aktuelle Variante. In der Zählung der Varianten-Nummer y gehen alle angelegten Varianten ein, d.h. auch die ggf. momentan deaktiven Varianten.

Die einzelnen Raster können wie folgt angesprochen werden:

R0 aktuelles Raster für alle vorhandenen Zielgrößen: In diesem Fall würde die Rasterarithmetik alle Zielgrößenraster der aktuellen Variante betreffen.
R01 bis R04 Raster der Zielgrößen 1 bis 4 der aktuellen Variante
R0g Bodenraster der aktuellen Variante
R1 referenziert ein gespeichertes Raster, das im R1-Feld geladen wurde und betrifft alle darin enthaltenen Zielgrößen.
Ohne Variantenbezeichnung wird immer auf die erste Variante einer CadnaA-Datei (*.cna) zugegriffen.
HINWEIS: In eine cnr-Datei (Rasterdatei über Menü Raster |Speichern unter) werden immer nur die maximal vier Raster der aktuellen Variante gespeichert,
R11 bis R14 referenziert das Zielgrößenraster 1 bis 4 der ersten Variante, das im R1-Feld geladen wurde (zu Varianten, wie vor)
R1g referenziert das Bodenraster, das im R1-Feld geladen wurde
R2 bis R6 analog wie vor
R0@V1 referenziert alle aktuellen Zielgrößenraster 1 bis 4 der Variante 1
R01@V2 bis R04@V2 referenziert das aktuelle Zielgrößenraster 1 bis 4 der Variante 2
R1@V1 referenziert alle Zielgrößenraster der Variante 1, das im R1-Feld geladen wurde
R11@V3 bis R14@V3 referenziert das Zielgrößenraster 1 bis 4 der Variante 3 einer CadnaA-Datei (*.cna), das im R1-Feld geladen wurde
R61@V16 bis R64@V16 referenziert das Zielgrößenraster 1 bis 4 der Variante V16 einer CadnaA-Datei (*.cna), das im R6-Feld geladen wurde.

Falls die Option „für alle Varianten“ (Dialog Raster|Spezifikation) deaktiviert ist, wird immer die erste Variante genommen.

Kombinieren von Rastern mit unterschiedlichen Rechengebieten

Werden Raster mit unterschiedlichen Rechengebieten kombiniert, so ist zu beachten, dass CadnaA alle Raster im Zuge der Berechnung automatisch komprimiert, um Speicherplatz einzusparen. In diesen Fällen - insbesondere, wenn bei Ausführung der Rasterarithmetik fehlerhafte Ergebnisse angezeigt werden - müssen alle zu kombinierenden Raster vor der Rasterarithmetik ggf. zunächst dekomprimiert werden (siehe Immissionsraster).

Zugriff auf Nutzungsgebiete

Neben dem Zugriff auf die Immissionspegel via LP1...4 können auch alle Attribute der Rasterbewertung (siehe Rasterbewertung) verwendet werden, um beispielsweise auf die Grenzwerte innerhalb von Nutzungsgebieten zuzugreifen.