ONR 305011

Dialog Konfiguration, Registerkarte „Schiene“ für ONR 305011
ON-Regel 305011 Ausgabe 2009
Ist diese Option aktiviert - und dies ist die Standardeinstellung - so erfolgt die Ausbreitungsrechnung nach ISO 9613 und nicht nach dem ursprünglichen eigenen Verfahren.
Rechne erste Reflexion (nicht mehr und nicht weniger)
Wenn diese Option deaktiviert ist, kann die maximale Reflexionsordnung bei der Berechnung von Schienenlärm über die Registerkarte „Reflexion“ eingestellt werden (siehe Registerkarte Reflexion).
Reflexionskriterium
Es kann ausgewählt werden, ob und wenn ja welches Kriterium für die Berücksichtigung von Reflexionen verwendet wird. Es stehen zur Verfügung:
- Default: Falls die o.g. Option „ON-Regel 305011 Ausgabe 2009“ aktiviert ist, wird das Reflexionskriterium nach ISO 9613-2 9613-1996 verwendet. Falls deaktiviert, wird das Reflexionskriterium nach OEAL 28 ÖAL28-1987 verwendet.
- keins: Es wird keine geometrische Bedingung verwendet, d.h. Reflexionen treten unabhängig von den Reflektor-Abmessungen immer auf, wenn der Strahlweg konstruierbar ist.
- OEAL 28: Es wird das Reflexionskriterium nach OEAL 28 ÖAL28-1987 verwendet.
- ISO 9613-2: Es wird das Reflexionskriterium nach ISO 9613-2 9613-1996 verwendet.
Quellhöhe = 0.5 m (für Bodendämpfung)
Ist diese Option aktiviert - dies ist die Standardeinstellung - so wird entsprechend der Anforderung der ÖNR 305011 ONR305011-2004 zur Berechnung der Bodendämpfung die Bodenhöhe stets 0.5 m unter der Quelle angenommen. Ist sie deaktiviert, so wird die ggf. aus dem Höhenlinienmodell in üblicher Weise errechnete Bodenhöhe zugrundegelegt, wobei der Mindestabstand Boden-Quelle jedoch 0,5 m beträgt.
Damit kann ein im Einschnitt verlaufender Schienenweg richtig berechnet werden, ohne den Bodenverlauf-Einschnitt durch Höhenlinien korrekt zu modellieren. Die genannte Option wird in diesem Fall deaktiviert, die beiden oberen Beugungskanten des Einschnitts werden durch Höhenlinien modelliert und dem Schienenweg wird die geringere Höhe zugewiesen.
Schienenbonus (dB)
Der eingegebene Schienenbonus wird immer berücksichtigt. Falls kein Schienenbonus vergeben werden soll, muss daher der Eintrag 0 dB lauten.
Verwende Bezugszeiten D/E/N
Da die Berechnung von Schienenlärm nach der Mehrzahl der Normen und Richtlinien standardmäßig nur für zwei Zeitbereiche (Tag/Nacht) erfolgt, muss insbesondere bei Berechnungen nach EU-Richtlinie EU2002/49/EG-2002 diese Option aktiviert werden. In diesem Fall werden auch die Zugzahlen bzw. die Emissionsangabe während des Abends innerhalb der Berechnung berücksichtigt.
siehe auch:Registerkarte BezugszeitRegisterkarte Zielgrößen
Die angezeigten Stundenzahlen „D/E/N=(12/4/8)“ werden in Abhängigkeit von den Einstellungen auf der Registerkarte „Bezugszeit“ aktualisiert.
Rechne keine Seitenbeugung
Wenn diese Option deaktiviert ist, wird die Seitenbeugung an Hindernissen berücksichtigt, die wegen des ausgedehnten Charakters der Quellen (Linienquellen) bei üblichen Szenarien i.d.R. keine Bedeutung für den berechneten Immissionspegel hat.
Restliche Einstellungen siehe Industrie
Dies betrifft die folgenden Einstellungen auf der Registerkarte „Industrie“:
- Seitenbeugung & nur bis Abstand
- Temperatur/relative Feuchte
Berechne maximalen Vorbeifahrtspegel
Die Berechnung des maximalen Vorbeifahrtspegels ist in ONR 305011 nicht vorgesehen. Trotzdem besteht in CadnaA die Möglichkeit, diesen Maximalpegel auf Basis der Leq-basierten Emission iterativ zu bestimmen. Es wird das gleiche Ausbreitungsmodell wie bei Leq-Berechnungen nach ONR 305011 verwendet. Dazu wird jede Zugklasse mit seiner entsprechenden Länge entsprechend seiner Geschwindigkeit und der Samplezeit (siehe unten) entlang des Objekts „Schiene“ iterativ verschoben und der Maximalpegel bestimmt.
Samplezeit (s)
Um den höchsten Pegel zu bestimmen, verschiebt CadnaA die Quelle entlang der Schiene in Schritten, basierend auf dieser Samplezeit (Abtastintervall, in Sekunden). Der Standardwert beträgt 1 Sekunde.
Extrapoliere Züge um 1/2 Zuglänge an beiden Seiten der Schiene
Standardmäßig ist diese Option aktiviert. In diesem Fall wird bei der Berechnung des maximalen Vorbeifahrtspegels die Länge jeder Zugklasse auf der Schienenstrecke um die Hälfte ihrer Länge über den ersten und den letzten Punkt des Schienenobjekts hinaus extrapoliert.
Bei deaktivierter Option wird die Zuglänge nicht über den ersten und den letzten Punkt des Schienenobjekts hinaus extrapoliert. Dies kann zu einer erheblichen Pegelabsenkung an Immissions- und/oder Rasterpunkten führen, die nahe dem Ende der Schienenquelle oder an Kurven liegen.