Gemeinsame Eingabedaten
BEZ, Info-Fenster, Mark, ID, ObjectTree, Master
siehe Dialogfelder BEZ, ID, INFO, ObjectTree, Master im Handbuch „Einführung in CadnaA“
Dialog Schiene
Der Dialog Schiene hat zwei Darstellungsarten, abhängig davon, ob die ausgewählte Berechnungsnorm eine A-bewertete Emissionsgröße oder Emissionsspektren verwendet.
Beachten Sie den nachfolgenden Hinweis bezüglich der Gültigkeit der Emissionsangabe bei Normen mit verschiedenen Teilquellen (siehe Emissionsgröße).

Dialog Schiene bei A-bewerteter Emissionsgröße (Schall 03 - 1990)

Dialog Schiene mit spektraler Emission (Schall 03 - 2014)
Emission
Emissionsgröße
Ist die Option „Emission“ gewählt, können Werte für die norm-spezifische Emissionsgröße und für die Zeitbereiche Tag/Abend/Nacht (D/E/N) eingegeben werden. Ob alle drei Zeitbereiche für die Berechnung relevant sind, hängt von der eingestellten Schienen-Richtlinie bzw. von der Option „Verwende Bezugszeiten D/E/N“ auf der Registerkarte „Schiene“ ab (siehe z.B. Kapitel Schall 03 (1990)).
Hinweis
Falls die ausgewählte Berechnungsnorm verschiedene Teilquellen mit unterschiedlichen Quellhöhen verwendet (bei A-bewerteter oder spektraler Emission), so kann die Emissionsangabe ausschließlich über die Option „Zugklassen und Zuschläge“ auf Basis der norm-spezifischen Zugklassen erfolgen. Wird in diesem Fall auf die Option „Emission“ umgeschaltet, so wird nur noch eine Quellhöhe verwendet (siehe Dialog Geometrie der Schiene, i.d.R. 0.6 m über SOK).
Zugklassen und Zuschläge
Ist diese Option markiert, können die Zugzahlen für die normspezifischen Zugklassen aus Listen (sogenannten „Zugzahlenlisten“) gewählt werden. In diesem Fall berechnet CadnaA automatisch den sich aus den Eingangsdaten ergebenden Emissionspegel bzw. das Emissionsspektrum (siehe normspezifische Kapitel).
Hinweis
Das Emissionsspektrum wird in CadnaA unbewertet (linear) angezeigt, hingegen ist der A-bewertete Summenpegel („Ges-A“).
Es gibt zwei Alternativen, die Zugzahlenliste zu füllen:
-
Durch direktes Ausfüllen der lokalen Tabelle im Dialog Schiene. Wählen Sie dazu für Zugzahlenliste die Option „(lokal)“ aus dem Listenfeld aus.
-
Durch Referenzieren einer im Menü Tabellen|Bibliotheken (lokal) |Zugzahlen zusammengestellten Zugzahlentabelle. Wählen Sie dazu die Bezeichnung der Zugzahlenliste aus dem Listenfeld aus.
Zugzahlenlisten
lokale Liste editieren
Die Eingabe einer lokalen Zugzahlenliste ist nur dann sinnvoll, wenn es sich um einen im Hinblick auf die Emission einheitlichen Schienenstreckenabschnitt handelt. Ist aufgrund von geänderten Emissions-relevanten Parametern - wie z.B. der Fahrbahnart oder dem Brückenzuschlag - dieser Schienenweg in mehrere kleinere Schienenabschnitte aufzuteilen, wäre es bei Änderungen erforderlich, z.B. die Anzahl der Züge auf jedem betroffenen Schienenabschnitt ändern. Um dies zu vermeiden, wird eine Zugzahlenliste angelegt, die dann im Feld „Zugzahlenliste“ ausgewählt wird.
Zugzahlen-Bibliothek
Über die Tabelle Zugzahlen (Menü Tabelle|Bibliotheken (lokal)) können Zugzahlen für jede auf der Strecke fahrende Zugklasse zusammengestellt werden. Dazu wird auf die in der lokalen oder der globalen Bibliothek vorhandenen Zugklassen zugegriffen (Menü Tabellen|Bibliothek (global) |Zugklassen oder Tabellen|Bibliothek (lokal)|Zugklassen). Anschließend wird die so zusammengestellte Zugzahlenliste im Dialog Schiene durch Auswahl der Listen-Bezeichnung referenziert. Das Auswählen von Zugzahlen für Schienen Objekte ist auch über die Tabelle Schiene (Menü Tabellen|Quellen) möglich.
Diese Vorgehensweise hat - gegenüber der Definition durch eine lokale Zugzahlenliste - den Vorteil, dass Änderungen in der Zugzahlenliste über Zugzahlen (Menü Tabellen | Bibliotheken (lokal)), nur einmal durchzuführen sind, um sich auf alle Schienenabschnitte auszuwirken, die diese Zugzahlenliste referenzieren.
Beispiel
Die in nachfolgendem Beispiel vorhandenen zwei Schienenstrecke referenzieren beide die Zugzahlenliste „train_list_1“ aus der lokalen Bibliothek.

Im Dialog Zugzahlen Menü Tabellen | Bibliotheken (lokal)) wird die Anzahl Züge für die erste Zugklasse („ZZ_ICE3VZ“) von 16 auf 32 Züge geändert.

Nach dem Bestätigen des Dialogs mit OK wird die Änderung für beide Schienen Objekte „section_001“ und „section_002“ wirksam, die beide diese Zugzahlliste „train_list_1“ referenziert.

In beiden Schienen Dialogen ist die Änderung an den Zugzahlen zu sehen..

Wenn Sie die Änderung in der Zugzahlenliste in der lokalen Bibliothek ausführen, ist diese für alle Schienenstrecken wirksam, die diese Liste referenzieren.
Hinweis
Im Dialog Schiene können die Zugzahlen ausschließlich bearbeitet werden, wenn bei der Zugzahlenliste „(lokal)“ ausgewählt ist. Werden Zugzahlen aus der Bibliothek ausgewählt, ist eine lokale Bearbeitung im Dialog Schiene nicht möglich. Beim Umschalten in der Zugzahlenliste von Zugzahlen aus der Bibliothek auf (lokal) werden die Zugzahlen in die lokale Liste übernommen und können dort bearbeitet werden.
Felder für Zugklassen
Die Felder für die einzelnen Zugklassen in der Zugzahlenliste sind von den der eingestellten Schienen-Richtlinie abhängig und werden in den normspezifischen Kapiteln erläutert.
Import Zugzahlen
Zugzahlen-Listen können im- und exportiert werden (Menü Datei|Import bzw. Export).
siehe Import / Export von Zugzahlenlisten
sowie zum Import: Zugzahlenliste erstellen & zuweisen im Handbuch „Einführung in CadnaA“ (mit Beispiel)
Einfügen von Zugzahlen für Schall 03 (2014)
Die von der Deutschen Bahn AG als Excel-Dateien zur Verfügung gestellten Zugzahlenlisten für Berechnungen nach Schall 03 (2014) können über die Zwischenablage in die Tabelle Zugzahlen eingefügt werden. Die Tabelle muss wie folgt formatiert sein:

Hierbei sollten v.a. die Spaltenreihenfolge wie auch die Tabellenüberschriften überprüft werden. Die Exceltabelle ist wie folgt aufgebaut:
- Je Datenzeile wird ein Zug beschrieben. Es können mehrere Zeilen vorhanden sein.
- Spalten 1/2: Anzahl der Züge je Zeitraum Tag/Nacht
- Spalte 3: Für den Import nach CadnaA nicht relevant
- Spalte 4: Maximale Geschwindigkeit des Zuges
- Spalten 5/6, 7/8, 9/10, 11/12, 13/14: "Fahrzeugart" nach Schall03 (2014) und Anzahl je Fahrzeugart
Zum Import nach CadnaA sind folgende Schritte durchzuführen:
- Öffnen der Excel-Datei mit den Zugzahlen.
- Selektieren der gesamten Tabelle inkl. Spaltenüberschriften.
- Kopieren der Tabelle in die Zwischenablage mit der Tastenkombination STRG+C
- In CadnaA, erstellen eines neuen Bibliothekseintrags im Menü Tabellen | Bibliotheken (lokal) | Zugzahlen.
- Öffnen des Eintrags mit einem Doppelklick und Eingabe einer eindeutigen Bezeichnung
-
Klick auf die Schaltfläche "Einfügen". Je Zeile der Exceldatei wird wie folgt vorgegangen:
- Je eingetragener Daten in den Spalten 5, 7, 9, 11 und 13 wird eine eigene Zeile in der Zugzahlentabelle von CadnaA erstellt.
- Die in der Excel-Datei enthaltene Benennung der Schall03 (2014) wird in die CadnaA-interne Benennung der Zugklassen übersetzt, siehe nachstehender Hinweis.
- Die Anzahl der Zugklassen ergibt sich aus der Multiplikation der Spalten 1/2 mit den Spalten 6, 8, 10, 12, 14.
- Die maximale Geschwindigkeit wird für alle Zugklassen einer Excel-Zeile übernommen.
Übersetzung der Bezeichnungen von Schall03 (2014) / Excel nach CadnaA
Die Übersetzung der "Fahrzeugarten" aus Schall03 (2014) bzw. der Excel-Tabelle werden wie folgt in die Zugklassen von CadnaA übersetzt:
| Bezeichnung in Excel-Tabelle | Zugklasse in CadnaA |
|---|---|
| 1-V1 | HGV_TK |
| 2-V1 | HGV_MS |
| 3-Z9 | HGV_TZ_1 |
| 3-Z10 | HGV_TZ_2 |
| 3-Z11 | HGV_TZ_3 |
| 4-V1 | HGV_NZ |
| 4-V2 | HGV_NZ_470 |
| 5-Z2 | SBAHN_WS |
| 5-Z5 | SBAHN_RS |
| 5 | SBAHN_RS |
| 6 | DTZ |
| 7-Z2 | ELOK_KB |
| 7-Z5 | ELOK_SB |
| 8 | DLOK |
| 9-Z2 | RZW_KB |
| 9-Z5 | RZW_SB |
| 10-Z2 | GW_GGK |
| 10-Z2 | GW_GGK |
| 10-Z5 | GW_KSK |
| 10-Z8 | GW_WS |
| 10-Z11 | GW_RS |
| 10-Z15 | KW_GGK |
| 10-Z18 | KW_KSK |
| 10-Z21 | KW_WS |
| 21-V1 | TRAM_NF |
| 21-V2 | TRAM_NF_AC |
| 22 | TRAM_HF |
| 23 | UBAHN |
Nach diesen Schritten steht der Bibliothekseintrag im Dialog Schiene unter "Zugzahlenliste" zur Verfügung.
Hinweis
Die Implementierung des Imports erfolgte auf Basis verschiedener Test-Daten der DB AG. Bei Änderungen der Formatierung ist nicht auszuschließen, dass die Daten fehlerhaft oder unvollständig importiert werden. Es wird daher dringend empfohlen, nach jedem Import die importierten Daten auf Korrektheit und Vollständigkeit hin zu überprüfen.
Zugzahlenlisten bereinigen
Werden Dateien importiert, die ebenfalls Zugzahlenlisten beinhalten, so werden diese an die vorhandenen angehängt. Um zu verhindern, dass diese Liste unendlich lang wird, können Sie mit dem Befehl Bereinigen aus dem Menü Tabellen die Liste aktualisieren. Es werden dabei alle Zugzahlenlisten gelöscht, auf die von keinem Schienenabschnitt aus zugegriffen wird.
Dialog Geometrie
Geometrietabelle
siehe Linienförmige Objekte
Quellhöhe
Die Höhe der Schiene im Dialog Geometrie bezieht sich auf die Schienenoberkante. Der Standardwert beträgt 0.6 m (Relativhöhe) und muss ggf. geändert werden.
Eigenabschirmung
Ist im Dialog Schiene|Geometrie die Option „berücksichtige Eigenabschirmung“ aktiviert, strahlt die Schienenquelle nur noch halbkugelförmig ab. Für den unteren Halbraum die abschirmende Wirkung der Schienenstrecke berücksichtigt. Damit können höher gelegene, schräg nach oben oder unten verlaufende Schienen ohne das Objekt „Brücke“ eingegeben werden, indem der Schienenachse an jedem Punkt die Höhe über Grund (relativ) oder die jeweilige absolute Höhe zugewiesen und die abschirmende Brückenplatte über die Eigenschaft „Eigenabschirmung“ im Dialog Schiene|Geometrie der Schiene definiert wird.
Zur Berechnung bei Verwendung der Eigenabschirmung siehe Gemeinsame Eingabedaten, Eigenabschirmung.
Zusatzbreite links/rechts
Die grafische Darstellung des Objekts „Schiene“ ist unabhängig von einer eingegebenen Zusatzbreite (anders als beim Objekt „Straße“). Dennoch wird eine im Dialog Geometrie eingegebene Zusatzbreite sehr wohl bei der Berechnung berücksichtigt. Dies gilt ebenso für die Eingabe von Schirmhöhen links und/oder rechts. Diese seitlichen Schirme werden ebenfalls nicht in der 3D-Spezialansicht dargestellt, aber bei Berechnung berücksichtigt.
Schirmhöhe links/rechts
Zusätzlich können parallel zu der Schienenstrecke ein- oder beidseitige Schirme durch Eingabe einer Schirmhöhe größer 0 m generiert werden. Sie werden als beidseitig voll absorbierend angenommen. Diese Eigenschaft ist nicht änderbar. Absorbierende oder reflektierende Schirme oder Schirme mit Auskragung können nur mit dem Objekt „Schirm“ eingegeben werden (siehe Schirm).
Zudem sind nachfolgende Anforderungen und Eigenschaften zu beachten:
- Bei Schirmen muss die Zusatzbreite in jedem Fall größer 0 m sein.
- Die so generierten Schirme sind eine Eigenschaft der Schiene und werden gegenwärtig weder in der 2D-Ansicht, noch in der 3D-Spezial Ansicht (siehe 3D-Spezial-Ansicht) angezeigt.
- Über Eigenabschirmung definierte Schirme wirken nur auf die eigene Quelle (Schiene) abschirmend, nicht jedoch auf andere Quellen.
- Bei der Berechnung der Eigenabschirmung wird generell keine Projektion berücksichtigt, auch dann nicht, wenn die entsprechende Option eingeschaltet ist (siehe Registerkarte Aufteilung).
Stationierung von/bis
Über diese Funktion kann die Länge des Schirms entlang der Schienenachse mit Bezug auf die Stationierung beschränkt werden. Der Schirm wird dann nur für den Bereich von-bis erzeugt.
Diese Option ist insbesondere bei der Modellierung von Brückenbauwerken mit Schirmen verwendbar, um die Beugung um die Kante der endlichen Schienenabschnitte im Bereich des Brückenkopfes zu unterdrücken.
Zur automatischen Zuweisung stehen zwei Attribute zur Verfügung:
- Stationierung Beginn: SSCR_ST_B
- Stationierung Ende: SSCR_ST_E
nur für Bodenabsorption, keine Abschirmung
Bei aktivierter Option wirkt die Zusatzbreite nicht abschirmend, sondern wird nur bei der Berechnung der Bodenabsorption berücksichtigt. Dies aber nur dann, wenn die entsprechende Option in der Berechnungskonfiguration aktiviert wurde (Dialog Berechnung|Konfiguration, Registerkarte „Bodenabsorption“, Option „Schienen sind absorbierend (G=1)“, siehe Registerkarte Bodenabsorption). Ist diese Option deaktiviert, wird die Berechnung durch Wegfall der Abschirmrechnung u.U. erheblich beschleunigt.
Die selbstabschirmende Wirkung des Schienenweges einschließlich der ggf. vorhandenen seitlichen Schirme bezieht sich nur auf die jeweilige Schiene. Daher werden die seitlichen Schirme, die über die Funktion „Eigenabschirmung“ definiert sind, von anderen Quellen nicht gesehen.