Zum Inhalt

Semibel

Dialog Konfiguration, Registerkarte „Schiene“ für Semibel

Verwende Bezugszeiten D/E/N

Da die Berechnung von Schienenlärm nach der Mehrzahl der Normen und Richtlinien standardmäßig nur für zwei Zeitbereiche (Tag/Nacht) erfolgt, muss insbesondere bei Berechnungen nach EU-Richtlinie EU2002/49/EG-2002 diese Option aktiviert werden. In diesem Fall werden auch die Zugzahlen bzw. die Emissionsangabe während des Abends innerhalb der Berechnung berücksichtigt. Die angezeigte Stundenzuordnung „D/E/N=(12/4/8)“ wird in Abhängigkeit von den Einstellungen auf der Registerkarte „Bezugszeit“ aktualisiert.

Wenn die Option deaktiviert ist, wird die Zuordnung D/E/N=(16/0/8) h verwendet, um die Zugzahlen je Stunde aus den Angaben je Zeitbereich zu berechnen (d.h. keine Berücksichtigung der Zugzahlen im Zeitbereich E).

siehe auch:

Registerkarte Bezugszeit

Registerkarte Zielgrößen

Abschirmung: Negativer Umweg nach ISO 9613

Bei deaktivierter Option wird die Regel nach Semibel zur Berechnung des negativen Umwegs verwendet, bei aktivierter Option entspricht die Vorgehensweise der in ISO 9613.

Hinweis

In den CadnaA-Versionen vor 4.6.153 wurde der negative Umweg immer nach ISO 9613 berechnet.

Berechne maximalen Vorbeifahrtspegel

Die Berechnung des maximalen Vorbeifahrtspegels ist in Semibel nicht vorgesehen. Trotzdem besteht in CadnaA die Möglichkeit, diesen Maximalpegel auf Basis der Leq-basierten Emission iterativ zu bestimmen. Es wird das gleiche Ausbreitungsmodell wie bei Leq-Berechnungen nach Semibel verwendet. Dazu wird jede Zugklasse mit seiner entsprechenden Länge entsprechend seiner Geschwindigkeit und der Samplezeit (siehe unten) entlang des Objekts „Schiene“ iterativ verschoben und der Maximalpegel bestimmt.

Samplezeit (s)

Um den höchsten Pegel zu bestimmen, verschiebt CadnaA die Quelle entlang der Schiene in Schritten, basierend auf dieser Samplezeit (Abtastintervall, in Sekunden). Der Standardwert beträgt 1 Sekunde.

Extrapoliere Züge um 1/2 Zuglänge an beiden Seiten der Schiene

Standardmäßig ist diese Option aktiviert. In diesem Fall wird bei der Berechnung des maximalen Vorbeifahrtspegels die Länge jeder Zugklasse auf der Schienenstrecke um die Hälfte ihrer Länge über den ersten und den letzten Punkt des Schienenobjekts hinaus extrapoliert.

Bei deaktivierter Option wird die Zuglänge nicht über den ersten und den letzten Punkt des Schienenobjekts hinaus extrapoliert. Dies kann zu einer erheblichen Pegelabsenkung an Immissions- und/oder Rasterpunkten führen, die nahe dem Ende der Schienenquelle oder an Kurven liegen.