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Gemeinsame Eingabedaten

Dialog Punktquelle

BEZ, Info-Fenster, Mark, ID, ObjectTree, Master

siehe Dialogfelder BEZ, ID, INFO, ObjectTree, Master im Handbuch „Einführung in CadnaA“

Result. LwA

In den Dialogen Punktquelle, Linienquelle, Flächenquelle und vertikal Flächenquelle beeinflussen folgende Werte und Einstellungen den resultierenden Schallleistungspegel „Result. LwA“:

  • Typ (Einzelband, Spektrum oder SET-S-Modul, siehe unten)
  • Frequenz (Hz)
  • Korrektur D/E/N (dB)
  • Res. LwA, LwA‘, LwA“ sowie Res. LwA max, LwA‘ max, LwA“ max
  • Lw-Typ D/E/N:
    • LwA: bei Punkt-, Linien-, Flächenquellen sowie zusätzlich
    • LwA’: bei Linienquellen
    • LwA’’: bei Flächenquellen
    • LwA-PQ: bei Linien- und Flächenquellen
  • Dämmung/Dämpfung (dB)
  • Fläche (m²)
  • normiert A (dBA)

sowie die Eingaben/Einstellungen zur Einwirkzeit („Quelle ist stationär“, „Einwirkzeit (min)“ und Tagesgänge). Aus diesen Parametern wird der resultierende Schallleistungspegel berechnet und für die drei Zeitbereiche Tag|Abend|Nacht als „Result. LwA“ angezeigt.

Maximalpegel Lmax

Zusätzlich kann für Punkt-, Linien-, Flächenquellen über die Schaltfläche „Res. LwA/LwA‘/LwA‘‘ max“ ein Zuschlag „Delta“ zum Emissionspegel [Res. LwA/LwA‘/LwA‘‘] (je nach gewähltem Emissions-Parameter) eingegeben werden.

Dieser Zuschlag wird zu dem in der Quelle ausgewählten Lw-Typ (siehe oben) addiert und die Summe nach Schließen des Dialogs Maxpegel im Feld „Res. LwA/LwA‘/LwA‘‘ max“ des Quelldialogs für D/E/N angezeigt.

Folgende Fälle sind zu unterscheiden:

  • Angabe des Maximalpegels Lmax der Emission auf Basis von LwA/LwA‘/LwA‘‘: Die Quelle strahlt als Ganzes ab, insbes. bei Linien- und Flächenquellen. Dies bedeutet, dass sich der resultierende Immissionspegel Lmax um die Delta-Werte D/E/N vom Pegel Leq unterscheidet.
  • Angabe des Maximalpegels Lmax der Emission auf Basis von LwA-PQ einer bewegten Punktquelle:
    • bei Linienquellen: In der Berechnung wird die Punktquelle schrittweise entlang der Linienquelle verschoben und der Maximalwert ermittelt.
    • bei Flächenquellen: In der Berechnung wird ein Gitter aus Punktquellen innerhalb der Grenzen der Flächenquelle erzeugt und der Maximalwert ermittelt.

Um den maximalen Immissionspegel zu berechnen, wählen Sie mindestens eine der Zielgrößen LmaxD/E/N auf der Registerkarte „Zielgrößen“ (siehe Registerkarte Zielgrößen) aus.

Hinweis

Bei Angabe einer spektralen Emission (Oktaven oder Terzen) wird der Maximalpegel Ld/e/n nicht berechnet.

Emissionstyp

Im Listenfeld „Typ“ kann zwischen folgenden Optionen umschaltet werden:

  • Einzelband,
  • Spektrum oder
  • den mitgelieferten SET-S-Modulen (siehe SET-S).

Bei den Optionen „Einzelband“ und „Spektrum“ sind akustische Eingangsdaten zur Festlegung des resultierenden Schallleistungspegels erforderlich. Hingegen werden bei der Auswahl eines SET-S-Moduls die Leistungsparameter der entsprechenden Quelltyps in eine Untertabelle abgefragt (z.B. Volumenstrom in m³/s, Nennleistung in kW). Auf Basis dieser Parameter wird das Schallleistungspegelspektrum berechnet.

Emissionstyp per Attribut festlegen

Mit dem Attribut FREQ kann die dominante Frequenz geändert werden. Mit dem Leerzeichen oder mit einem „leeren“ String wird auf Typ „Spektrum“ umgeschaltet.

Einzelband / Frequenz (Hz)

Bei der Einstellung „Einzelband“ wird der im Quelldialog für LwA, LwA’, LwA’’ oder LwA-PQ eingegebene Schallleistungspegel als A-bewerteter Gesamtpegel interpretiert. In diesem Fall wird für alle frequenzabhängigen Parameter im Zuge der Ausbreitungsrechnung der Ergebniswert bei der eingegebenen Frequenz verwendet (z.B. für die Luftdämpfung). Standardwert ist eine Frequenz von 500 Hz (siehe ISO 9613-2 ISO-9613-2-2024).

Spektrum

Bei der Einstellung „Spektrum“ wird der im Quelldialog für LwA, LwA’, LwA’’ oder LwA-PQ eingegebene Schallleistungspegel als A-bewerteter Bandpegel je Oktav- bzw. je Terzband interpretiert. Der in ersten Fall angezeigte resultierende Schallleistungspegel LwA (Result. LwA) ergibt sich durch Addition von 10lg9 = 9,5 dB für 9 Oktaven, im zweiten Fall durch Addition von 10lg27=14,3 dB für 27 Terzen (gilt auch für „Res. LWAmax“).

Alternativ - und das stellt die übliche Anwendung in Verbindung mit Spektren dar - wird statt eines Zahlwerts die ID des jeweiligen Frequenzspektrums eingeben oder ausgewählt.

Beispiel für „Spektrum“

  • Geben Sie unter Tabellen|Bibliotheken (lokal)|Schallpegel die folgenden Schallleistungspegel-Spektren ein:

  • Um die Rechnung mit Frequenzspektren durchzuführen, wählen Sie im Dialog Punktquelle im Feld „Typ“ die Option „Spektrum“.
  • Tragen Sie die ID „SP_001“ von Kompressor 1 in das Feld LwA ein. Dadurch wird Bezug auf dieses Spektrum genommen.
  • Die Zeichenfolge SP_001 kann entweder über Tastatur eingegeben oder aus lokalen Bibliothek durch Klick auf das Karteikastensymbol und durch Auswahl der ersten Datenzeile mit OK übernommen werden.

Hinweis

Der Zugriff auf die globalen Bibliotheken erfolgt durch Klick auf das Karteikastensymbol bei gedrückter UMSCHALT/SHIFT-Taste. Bei Auswahl eines Spektrums aus der globalen Bibliothek wird der Datensatz automatisch in die lokale Bibliothek kopiert.

In diesem Beispiel wird nach Auswahl des Kompressor-Spektrums der resultierende A-bewertete Schallleistungspegel (Result. LwA) und die Form des Spektrums im kleinen Monitorfeld in der rechten unteren Ecke des Dialogs Punktquelle angezeigt.

Dialog Punktquelle mit Referenzierung auf Oktavspektrum-ID SP01

  • Wenn Sie nun nochmals auf das Karteikastensymbol klicken und ein anderes Spektrum anwählen, wird nach Klick auf OK der vorhandene Eintrag durch den neuen überschrieben.

Soll zum ersten Spektrum ein weiteres energetisch addiert werden, wird vor dem Anklicken des Karteikastensymbols zusätzlich die STRG-Taste gedrückt. Dies führt nach Spektrenauswahl zum zusätzlichen Eintrag dieser ID mit dem Zeichen ++ als Symbol für die energetische Pegeladdition (weitere Operatoren siehe Handbuch „Attribute, Variablen und Schlüsselworte“, Kapitel 5 - Operatoren & Funktionen).

Diese Summationsformel kann auch über Tastatur eingegeben werden. Während der Eingabe zeigt die rote Textfarbe an, dass die Formel noch nicht vollständig bzw. nicht auswertbar ist.

Lokales SET-S-Modul auswählen

Falls Module in der lokalen SET-S Bibliothek vorhanden sind, werden diese hier aufgelistet. Nach Auswahl und Eingabe der Parameter a..j in der Untertabelle wird das resultierende Spektrum und der A-bewertete Summenpegel „Result. LwA“ angezeigt.

Beispiel: SET-S-Modul „Dachradialventilator“ gewählt

Schallleistung des Dachventilators nach Parametereingabe

Eine vollständige Übersicht über alle mitgelieferten SET-S-Module finden Sie im Kapitel SET-S.

Attribute

Mit Hilfe der Attribute SET_ID und SET_PARM_A bis _J kann ein SET-S-Module gewählt und dessen Parameterwerte gesetzt werden (siehe Tabelle Objektattribute im CadnaA-Handbuch „Attribute, Variablen und Schlüsselworte“).

Spektrum-Monitor

Der Spektrum-Monitor rechts unten im Dialog zeigt das Frequenzspektrums als Balkendiagramm an. Klicken Sie auf das Diagramm, um zyklisch zwischen linearer Anzeige und A-, B-, C- oder D-Bewertung umzuschalten. Die Emission wird durch diese Anzeige nicht beeinflusst.

Zusätzliche Informationen

Lw-Typ

Das Eingabefeld für die Emission kann neben einem Einzahlwert oder einer Referenz, auch eine Kombination von beiden oder auch eine Formel enthalten, z.B.: L01+5, 100+10*log10(20) oder L01++L02.

Es sind auch Ausdrücke unter Verwendung der sogenannten „Umgekehrten Polnischen Notation“ (UPN) zulässig. Diese müssen mit „UPN:“ beginnen, zum Beispiel: „UPN: 100 100 ++ 1 +“ ergibt 104.

result. LwA

Wird für Linienquellen der längenbezogene Schallleistungspegel LwA’ bzw. bei Flächenquellen der flächenbezogene Schallleistungspegel LwA“ eingegeben, so zeigt dieses Feld den resultierenden A-bewerteten Schallleistungspegel der Quelle an, der sich den auf Basis der aller Eingaben (außer der Einwirkzeit und dem Raumwinkelmaß K0/DΩ) und ihrer geometrischen Ausdehnung ergibt. Dieser Schallleistungspegel wird als Emissionswert der Quelle im Zuge der Ausbreitungsrechnung verwendet.

Da jedoch zum Zeitpunkt der Eingabe die Bodenhöhe an den Stützpunkten noch nicht bekannt ist, ist dieser Gesamtschallleistungspegel bei der Verwendung von relativen Höhenangaben auf die 2D-Ausdehnung der Quelle und damit auf die Grundrissprojektion bezogen und somit bei schrägen Linien- oder Flächenquellen noch nicht korrekt. Bei der Berechnung erfolgt jedoch auch in diesem Fall eine Berechnung der Absoluthöhe an den Stützpunkten und eine Ermittlung des korrekten Gesamtschallleistungspegels.

Schräg liegende Quellen

Wird bei schrägen Linien- oder Flächenquellen mit relativen Höhen der längen- bzw. flächenbezogene Schallleistungspegel eingegeben, so ist der unter „result. LwA“ angezeigte Schallleistungspegel zunächst nicht korrekt, da die aus der Schrägstellung resultierende Vergrößerung der Abstrahlfläche bei der Eingabe noch nicht berücksichtigt wird. Dies ist erst nach Schließen und erneutem Öffnen des Quelldialogs der Fall.

Beispiel: schräge Flächenquelle

Ebene Flächenquelle und um 45° geneigte Flächenquelle, beide mit gleicher 2D-Grundfläche

Resultierende Schallleistung einer ebenen Flächenquelle (links) und einerum 45° geneigten Flächenquelle (rechts), beide mit gleicher 2D-Grundfläche

Korrektur

Um für die Zeitbereiche Tag|Abend|Nacht ggf. unterschiedliche Emissionen zu berücksichtigen, kann für alle Zeitbereiche eine Korrektur eingegeben werden. Die eingegebene Korrektur wird zum Schallleistungspegel addiert.

Dämpfung

Unter „Dämpfung“ kann ein Zahlwert eingegeben werden, der als quellseitige Pegelminderung interpretiert wird. Zudem können Dämpfungsspektren aus der lokalen oder globalen Bibliothek referenziert werden. Die eingegebene oder referenzierte Dämpfung wird vom Schallleistungspegel abgezogen.

Beispiel

Hinter dem Kompressor (mit LwA=104 dB(A)) wird ein Schalldämpfer installiert, der zu einer Minderung des abgestrahlten Schallleistungspegels um 8 dB führt.

Dialog Punktquelle mit 8 dB Dämpfung

  • Geben Sie im Feld „Dämpfung“ die Zahl 8 ein und beobachten Sie den „Result. LwA“.

Formeln verwenden

Das Feld „Dämpfung“ kann auch komplexe Formeln oder den ID eines Spektrums aufnehmen.

Hinweis

Formeln im Feld „Dämpfung“ können bis zu 63 Zeichen umfassen.

Es könnten - zum Beispiel - mehrere schalldämpfende Einbauten den Emissionspegel mindern (z.B. durch Rohrkrümmer, Querschnittsprünge und Schalldämpfer etc.). Das kann z.B durch folgende Summe berücksichtigt werden, die in die Zeile „Dämpfung“ eingetragen wird: 8+4+3.5+2

Obwohl aus dieser Summe sicher auch vor der Eingabe ein einziger Zahlenwert gebildet werden könnte, hat diese Summeneingabe den Vorteil, dass die Einzeldämpfungen in der entsprechenden Spalte der Schallquellentabelle/n dokumentiert sind. Es können auch wesentlich komplexere Formeln verwendet werden, z.B.: (8+4+3.5+2)++17.5)--19.

Wie schon bei anderen Eingabefeldern beschrieben, bezeichnet ++ eine Pegeladdition und -- eine Pegelsubtraktion (siehe auch CadnaA-Handbuch „Attribute, Variablen und Schlüsselworte“, Kapitel 5 - Operatoren & Funktionen).

Dämpfungsspektren referenzieren

Auch im Eingabefeld „Dämpfung“ können beliebige, aus der lokalen oder der globalen Bibliothek referenzierte Dämpfungsspektren (siehe Absorptiongrad-Spektren) kombiniert werden.

In nachfolgender Abbildung wurden zur Modellierung einer Rohrleitung als Linienquelle die Dämpfungsspektren von zwei Querschnittsprüngen und eines Schalldämpfers kombiniert:

Kombinierte Dämpfungen im Dialog Linienquelle

Schallleistung einer bewegten Punktquelle LwA-PQ

Die Linien- und die horizontale Flächenquelle kann zur Modellierung von bewegten Punktquellen verwendet werden.

Zur Modellierung von bewegten Punktquellen ist bei Linienquellen die Schallleistung der Punktquelle, die Anzahl der Ereignisse je Stunde Q und die Geschwindigkeit (in km/h) einzugeben. Der resultierende Schallleistungspegel LwA und der längenbezogene Schallleistungspegel LwA' berechnen sich nach:

\(L_{wA}=L_{wA-PQ}+10lg\frac{Q}{(h^{-1})}+10lg\frac{l}{(m)}-10lg\frac{v}{(km/h)}-30dB\)

\(L'_{wA}=L_{wA-PQ}+10lg\frac{Q}{(h^{-1})}-10lg\frac{v}{(km/h)}-30dB\)

Bei Flächenquellen sind die Schallleistung der Punktquelle und die Anzahl der Ereignisse Q (Vorbeifahrten) einzugeben. Der resultierende Schallleistungspegel LwA und der flächenbezogene Schallleistungspegel LwA´´ berechnen sich nach:

\(L'_{wA}=L_{wA-PQ}+10lg\frac{Q}{(h^{-1})}\)

\(L''_{wA}=L_{wA-PQ}+10lg\frac{Q}{(h^{-1})}-10lg\frac{S}{(m^2)}\)

Beispiel

siehe Handbuch „Einführung in CadnaA“, Fahrwege und Fahrflächen

normiert A

Ist das Feld „normiert A“ aktiviert und wird ein Zahlwert eingegeben, so werden die aus dem Eingabefeld „LwA“ resultierenden Frequenzbandpegel um denselben Pegelwert K dB so geändert, dass der A-bewertete Gesamtpegel diesem Zahlwert entspricht. Diese Option erlaubt die Verwendung von normierten Spektren (mit einem Gesamtpegel von jeweils 0 dB), deren endgültiger Emissionswert dann durch Angabe im Feld „normiert A“ festgelegt wird.

Dämmung

Alle vorgenannten Quellentypen können zur Modellierung von schallabstrahlenden Gebäuden verwendet werden. Um die Emission ausgehend vom Innenpegel LpA zu berechnen, wird die Option „Dämmung“ aktiviert. Daraufhin schaltet der Emissionstyp (Lw-Typ) auf „Innenpegel“ um.

Geben Sie einen Innenpegel und im Feld „Dämmung“ das (bewertete) Schalldämm-Maß Rw als Einzahlangabe oder der ID eines R-Spektrums ein. Alle in diesem Kapitel schon beschriebenen Techniken zur Auswahl aus Bibliotheken und zur Verwendung von benutzerdefinierten Formeln gelten unverändert.

Dialog vert. Flächenquelle (abstrahlende Fläche S=100 m²), Angabe der Dämmung mittels eines Einzahlwerts und Cdiffus nach VDI 2571

Bei der Eingabe Cdiffus kann der Diffusitätsterm ausgewählt werden. Es besteht die Möglichkeit, die Standardeinstellung gemäß VDI 2571 (-4 / -6) beizubehalten oder alternativ einen Diffusitätsterm gemäß EN ISO 12354, Anhang B auszuwählen.

Der resultierende Schallleistungspegel LwA ergibt sich in CadnaA (bei \(S_0=1 m^2\)) zu:

\(L_{wA}=L_{p,in} + C_d -R+10lg\frac{S}{S_0}\)

Die Berechnung erfolgt entsprechend VDI-Richtlinie 2571 (Ausgabe 8.1976 2571-76) beziehungsweise nach EN ISO 12354-4:2017.

Für die standardmäßig aktivierte Option Cdiffus (-4 / -6) nach VDI 2571 gilt:

  • Bei eingestelltem „Typ: Einzelband“ wird Cdiffus = -4 verwendet.
  • Bei eingestelltem „Typ: Spektrum“ wird Cdiffus = -6 verwendet.

Weitere Auswahlmöglichkeiten für den Diffusitätsterm Cdiffus gemäß EN ISO 12354-4:2017, Anhang B, können in Abhängigkeit von der jeweiligen Raumsituation gewählt werden.

Situation Cd (dB)
relativ kleine, gleichförmige Räume (diffuses Feld), vor reflektierender Oberfläche -6
relativ kleine, gleichförmige Räume (diffuses Feld), vor absorbierender Oberfläche -3
große, flache und lange Hallen, viele Schallquellen (durchschnittliches Industriegebäude) vor reflektierender Oberfläche -5
Industriegebäude, wenige dominierende und gerichtet abstrahlende Schallquellen vor reflektierender Oberfläche -3
Industriegebäude, wenige dominierende und gerichtet abstrahlende Schallquellen vor absorbierender Oberfläche 0

Ist die Option „Dämmung“ aktiviert, so muss ein Wert eingetragen werden. Bleibt das Feld leer, kann kein Schallleistungspegel berechnet werden.

Bei Punkt- und Linienquelle muss zusätzlich eine Fläche (m²) in das gleichnamige Feld eingetragen werden, da diese nicht auf Basis der Objektgeometrie vorliegt (siehe folgender Abschnitt).

Beispiel für spektrale Dämmung

  • Wählen Sie für die Schalldämmung der Fassade aus dem vorigen Beispiel das Spektrum „Stahlblech Trapez 45 mm“ aus der globalen Bibliothek Tabellen|Bibliotheken (global)|Dämmungen aus (ID: R26).
  • Klicken Sie dazu im Dialog vert. Flächenquelle bei gedrückter UMSCHALT/SHIFT-Taste auf das Karteikastensymbol, rechts neben dem Eingabefeld „Dämmung“.
  • Wählen Sie das o.g. Spektrum aus und klicken Sie OK.
  • Schalten Sie den Emissionstyp von „Einzelband“ auf „Spektrum“ um.

Es wird der sich auf Basis der Eingabedaten ergebende Schallleistungspegel und dessen Spektrum angezeigt.

Dialog vert. Flächenquelle (abstrahlende Fläche S=100 m²), Angabe der Dämmung durch Referenzieren eines Dämmmaß-Spektrums

Fläche (m²)

Bei Punkt- und Linienquellen muss bei Rechnung mit Innenpegeln die abstrahlende Fläche bekannt sein. Nach Aktivierung der Option kann die zu berücksichtigende Fläche eingetragen werden.

Bei horizontalen Flächenquellen ist eine Flächenangabe hier nur dann notwendig, wenn die tatsächlich abstrahlende Fläche von der 2D-Geometrie der Flächenquelle (siehe Dialog Geometrie) abweicht.

Bei vertikalen Flächenquellen steht die Option nicht zur Verfügung. Die abstrahlende Fläche ergibt sich aus den Höhenangaben der Quelle (2D-Fläche=0 m², siehe Dialog Geometrie).

Bei horizontalen und vertikalen Flächenquellen wird die Differenz zwischen dem Schallleistungspegel LwA und dem flächenbezogenen Schallleistungspegel LwA“ - nach wie vor - aus der eingegebenen Geometrie bestimmt, da die Quelle insgesamt abstrahlt (d.h. wie gezeichnet).

Beispiel

Die Abstrahlung einer Glasfassade innerhalb einer massiven Fassade wird durch eine vertikale Flächenquelle modelliert, die die gesamte Gebäudeaußenfläche belegt. Um nur die tatsächliche Fläche der Glasfassade zu berücksichtigen und die Abstrahlung der Massivbauteile zu vernachlässigen, wird als Fläche nur die tatsächliche Glasfassaden-Fläche eingegeben.

Hinweis

Es wird empfohlen, immer den Wert „Result. LwA“ zu prüfen. Ist dessen Wert Null, fehlen Parameterangaben, zum Beispiel bei Rechnung mit Innenpegel die Fläche oder die Dämmung.

Die 2D-Länge (m) der Linienquelle und die 2D-Fläche der Flächenquelle (m²) ist aus dem jeweiligen Dialog Geometrie ersichtlich. Bei der vertikalen Flächenquelle ist dieser Wert Null, da sich die Flächenangabe auf die Grundrissprojektion bezieht (2D-Fläche).

Die Länge eines Linienobjektes kann genau festgelegt werden (siehe Länge festlegen im Handbuch „Einführung in CadnaA“).

Quelle ist stationär/Einwirkzeit (min)

Standardmäßig ist die Option „Quelle ist stationär“ gewählt; somit wird keine Zeitkorrektur berücksichtigt. In diesem Fall dauert die angegebene Geräuschemission während der gesamten Bezugszeit (siehe Registerkarte Bezugszeit) an.

Ist die Option „Einwirkzeit (min)“ gewählt, so können getrennt für die Zeitbereiche „Tag|Ruhezeit (=Abend)|Nacht“ die Betriebsdauer der Quelle in Minuten eingegeben werden. Die Einwirkzeit-Korrektur ergibt sich aus den eingegebenen Einwirkzeiten und den in der Berechnungskonfiguration definierten Bezugszeiten D|E|N (siehe Registerkarte Bezugszeit) jeweils zu

\(10lg\frac{T_{\text{Einwirkzeit}}}{T_{\text{Bezugszeit}}}(dB)\)

Berücksichtigung von Tagesgängen

Zusätzlich können in CadnaA Tagesgänge (= stundenweise Verläufe der Emission über 24 Stunden) für Industriequellen verwendet werden. Geben Sie dazu zunächst einen Tagesgang für die Verwendung „Industrie“ in die lokale oder globale Bibliothek „Tagesgänge“ ein (siehe Tagesgänge). Anschließend kann der Tagesgang aus dem Listenfeld gewählt werden.

Punktquelle mit ausgewählten Tagesgang TG_01

Tagesgänge können auch mit Hilfe des Attributs TEINW_GANG zugewiesen werden (siehe Tabelle Objektattribute im Handbuch „Attribute, Variablen und Schlüsselworte“).

Hinweis

In Verbindung mit Tagesgängen der Emission steht auf der Registerkarte „Zielgrößen“ (siehe Registerkarte Zielgrößen) zusätzlich der lauteste Stundenpegel je Zeitbereich D/E/N zur Verfügung (L1hMaxD, L1hMaxE, L1hMaxN).

Beispiel 1

Für eine Punktquelle ergibt sich ohne Einwirkzeit-Korrektur ein Immissionspegel von 35 dB(A). Anschließend wird folgender Tagesgang TG_01 verwendet:

Tagesgang TG_01 für Beispiel 1

Unter Berücksichtigung folgender Bezugszeiten für die Zeitbereiche:

  • Tag (D): 6-18 Uhr (= 12 Stunden)
  • Abend (E): 18-22 Uhr (= 4 Stunden)
  • Nacht (N): 22-6 Uhr (= 8 Stunden)

Beispiel

Pfad: PQ mit Tagesgang 1 - A & B.cna

ergeben sich folgende Ergebnisse für die in nachfolgender Tabelle aufgeführten Zielgrößen:

Zielgröße Berechnung Bemerkungen Datei
Ld $=35 dB(A)$ Quelle während D andauernd aktiv A
Le $=35+10lg\frac{(4*30)min}{4*60)min}=35-3=32.0 dB(A)$ Quelle während E nur (4*30) min aktiv B
Ln $=35+10lg\frac{15 min}{8*60)min}=35-15.1=19.9 dB(A)$ Quelle während N nur 15 min aktiv A
L1hMaxD $=35 dB(A)$ da Emission während D konstant A
L1hMaxE $=35+10lg\frac{30 min}{60 min}=35-3=32.0 dB(A)$ Quelle in lautester Stunde 30 min aktiv B
L1hMaxN $=35+10lg\frac{15 min}{60 min}=35-6=29.0 dB(A)$ Quelle in lautester Stunde 15 min aktiv A

Beispiel 2

Es wird wiederum die Punktquelle mit einem Immissionspegel von 35 dB(A) ohne Einwirkzeit-Korrektur verwendet. Anschließend wird der auf nachfolgender Seite dargestellte Tagesgang TG_02 ausgewählt.

Unter Berücksichtigung folgender Bezugszeiten für die Zeitbereiche:

  • Tag (D): 7-20 Uhr (=13 Stunden)
  • Abend (E): 6-7 und 20-22 Uhr (=3 Stunden)
  • Nacht (N): 22-6 Uhr (= 8 Stunden)

Beispiel

Pfad: PQ mit Tagesgang 2.cna

ergeben sich folgende Ergebnisse wie in nachfolgender Tabelle:

Zielgröße Berechnung Bemerkungen
Lde $L_d=35dB(A)$
$L_e=35+10lg\frac{(3*10)min}{(3*60)min}=35-7.8=27.2 dB(A)$
$L_{de}=10lg[\frac{1}{16}(13*10^{0.1L_d}+3*10^{0.1(L_e+6)}]=34.7 dB(A)$
Ld: Quelle während D andauernd aktiv,
Le: Quelle während E nur (3*10) min aktiv,
Lde: berücksichtigt Ruhezeit-Zuschlag von 6 dB
Ln $=35+10lg\frac{(4*30+4*15)min}{(8*60)min}=35-4.3=30.7dB(A)$ Quelle während 180 min von 480 min aktiv
L1hMaxN $=35+10lg\frac{30min}{60min}=35-3=32.0dB(A)$ lauteste Stunde während N (liegt 22-2 h vor)

Tagesgang TG_02 für Beispiel 2

K0 ohne Boden

Raumwinkelmaß K0 (dB) nach VDI 2714 bzw. Richtwirkungsmaß DΩ (dB) nach ISO 9613-2 ISO-9613-2-2024.

Die Schallpegelerhöhung in Abstrahlrichtung durch schallharte Flächen in unmittelbarer Umgebung der Quelle kann durch das Raumwinkelmaß K0 bzw. das Richtwirkungsmaß DΩ als pauschaler Zuschlag berücksichtigt werden. Da die Bodenreflexion bei der Berechnung sowohl mit A-bewerteten Pegeln als auch bei spektraler Rechnung im Zuge der Ausbreitungsrechnung bereits berücksichtigt wird, sind bei der Festlegung von K0 bzw. DΩ nur die übrigen Reflexionsflächen relevant.

Das Konzept des Richtwirkungsmaßes bezieht sich auf ungerichtet abstrahlende Punktschallquellen. Bei gerichteter Schallabstrahlung (d.h unter Verwendung einer Richtcharakteristik, siehe Richtwirkung bei Industriequellen) ist zu empfehlen, ein Richtwirkungsmaß DΩ von 0 dB anzusetzen, da ansonsten die Abstrahlung - unabhängig von der Form der Richtcharakteristik - pauschal um das eingegebene Richtwirkungsmaß erhöht würde.

Im Fall K0 bzw. DΩ > 0 darf für die betreffende Quelle keine Reflexionsberechnung am eigenen Haus durchgeführt werden, da die entsprechende Pegelerhöhung schon durch K0 bzw. DΩ berücksichtigt wird. Damit die reflektierende Eigenschaft für alle übrigen Quellen erhalten bleibt, muss im Menü Berechnung|Konfiguration, Registerkarte „Reflexion“ (siehe Registerkarte Reflexion) im Feld „min. Abstand Quelle-Reflektor“ ein Wert größer als der Quellabstand vor der Fassade eingegeben werden (z.B. 0.5 m).

siehe Flächenförmige Objekte, Zusätzliche Hinweise für Objekt „Haus“

Hinweis

CadnaA verwendet seit Version 3.6 zur Berechnung des Richtwirkungsmaßes K0 bzw. DW den horizontalen Abstand (2D-Abstand), statt des 3D-Abstandes zwischen Quelle und Empfänger. Diese Änderung führt nur zu Pegelunterschieden bei stark unterschiedlichen Höhen für Quelle/Empfänger (siehe ISO 9613 (1996), nicht-spektrale Bodendämpfung).

Beispiele K0 bzw. DΩ

Quelllage K0 ohne Boden
(dB)
Punktquelle in beliebiger Höhe über Boden(Raumwinkel: 2π) 0
Punktquelle in beliebiger Höhe über Boden vor einer Wand(Raumwinkel: π) 3
Punktquelle in beliebiger Höhe über Boden in einer Ecke(Raumwinkel: π/2) 6

Schaltfläche „Geometrie“

siehe Geometriedaten für Objekte

Schaltfläche „Richtwirkung“

siehe Richtwirkung bei Industriequellen