Schallabstrahlende Fassade eingeben
Objektfang
Nach Eingabe eines Gebäudes wird eine vertikale Flächenquelle mit Hilfe des Befehls Objektfang außen an der Fassade platziert.
- Geben Sie ein Haus mit 20 m Kantenlänge mit Hilfe der Maus ein und setzen Sie im Dialog Haus|Geometrie die Haushöhe auf 10 m relativ.
- Wählen Sie den Befehl Objektfang im Menü Eigenschaften aus.
- Im Dialog Objektfang kann der Fangradius in Metern (d.h. maßstabsabhängig) oder in Pixeln (d.h. nicht maßstabsabhängig) eingeben werden. Geben Sie einen Fangradius von 10 Pixeln ein.
Befindet sich innerhalb dieses Radius beim Mausklick eine Gebäudefassade, so fängt CadnaA den Punkt auf einem Abstand von 0.05 m. Damit wird verhindert, dass sich die Quelle versehentlich innerhalb eines Gebäudes befindet.

Dialog Objektfang, Fangradius 10 Pixel
Vertikale Flächenquelle eingeben
-
Wählen Sie die vertikale Flächenquelle (Symbol:
) aus, klicken Sie auf der Außenseite eine Hauswand nacheinander an zwei Punkten in der Nähe der Hausecken. Schließen Sie die Eingabe durch Klick mit der rechten Maustaste ab. -
Durch Heranzoomen mit der (+)-Lupe können Sie die vertikale Flächenquelle erkennen.
- Wählen Sie das Hilfspolygon (Symbol:
) aus und messen Sie den Abstand zwischen der Hausumfangslinie und der vertikalen Flächenquelle durch Mausklick auf den Hausrand und senkrechtes Ziehen des Hilfspolygons bis zur Projektionslinie der vertikalen Flächenquelle.

Abstand Haus - vertikale Flächenquelle = 0.05 m
- Beenden Sie die Funktion durch Drücken der rechten Maustaste.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die vertikalen Flächenquelle, wählen Sie den Befehl Länge festlegen aus dem Kontextmenü aus und geben Sie eine Länge von 19 m ein.

- Öffnen Sie den Objektdialog der vertikalen Flächenquelle.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche „Geometrie“ und geben Sie eine Höhe der Oberkante der vertikalen Flächenquelle von 10 m ein und schließen Sie den Dialog Geometrie.
Dialog vertikale Flächenquelle
- Geben Sie im Dialog vertikale Flächenquelle für die z-Ausdehnung ebenfalls einen Wert von 10 m ein. Die z-Ausdehnung ist die vertikale Quellausdehnung, ausgehend von der Oberkante nach unten.

Eingabe der z-Ausdehnung
Richtwirkungsmaß K0
Die automatische Eingabe eines Richtwirkungsmaßes K0 von 3 dB für „K0 ohne Boden“ berücksichtigt, dass die abgestrahlte Schallleistung durch Reflexion am eigenen Haus - d.h. ohne Berücksichtigung der Bodenreflexion - scheinbar um 3 dB erhöht wird. Dies ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass die Quelle in den Halbraum, statt in den Vollraum abstrahlt. Der Boden als Reflektor bleibt hierbei außerhalb der Betrachtung, da die Bodenreflexion automatisch von CadnaA berücksichtigt wird. Es können folgende Fälle auftreten:
Quelle in beliebiger Höhe über Boden: K0 = 0 dB
Quelle in beliebiger Höhe über Boden vor einer Wand: K0 = 3 dB
Quelle in beliebiger Höhe über Boden in einer Ecke: K0 = 6 dB
Bei Anwendung des Richtwirkungsmaßes K0 (DΩ in ISO 9613-2) darf für die betreffende Quelle keine Reflexionsberechnung am eigenen Haus durchgeführt werden. Unter Berechnung|Konfiguration, Registerkarte „Reflexion“ ist im Feld „min. Abstand Quelle-Reflektor“ ein Wert von 0.1 m eingegeben. Für Quellen, die näher als dieser Wert vor einer reflektierenden Fläche liegen, wird keine Reflexionsberechnung durchgeführt.
3D-Spezialansicht
- Drücken Sie jetzt die Tastenkombination STRG+3 um die 3D-Spezialansicht anzuzeigen.
- Bewegen Sie den Kamerastandort mit den Pfeiltasten (vorwärts/rückwärts) und der Maus (linke Maustaste gedrückt), um die vertikale Flächenquelle sichtbar zu machen.

- Doppelklicken Sie in der 3D-Spezialansicht auf die Flächenquelle.
- Aktivieren Sie im linken Teil des Objektdialogs die Option „Dämmung“. Daraufhin schaltet die Eingabe von Schallleistungspegel LwA/LwA“ auf Innenpegel um.
Innenpegel und Schalldämmung eingeben
- Geben Sie als Innenpegel 90 dB(A) ein und als Schalldämmung 25 dB.

Nach Eingabe des Innenpegels und der Dämmung wird die resultierende Schallleistung LwA bzw. LwA“ angezeigt.
Die von der Flächenquelle resultierende abgestrahlte A-bewertete Schallleistung berechnet sich nach:
\(L_{wA}=L_i-R_w+10\lg(S/S0)-4dB=90-25+22.8-4=83.8dB(A)\)
\(L_{wA}"=L_i-R_w-4dB=90-25-4=61.0dB(A)\)
Hinweis
Bei frequenzabhängiger Berechnung ergibt sich die abgestrahlte Schallleistung in Oktavbandbreite gemäß: \(L_{w,okt}=L_i-R+10\lg(S/S0)-6dB\) bzw. \(Lw_{w,okt}" = L_i - R - 6 dB\)
Zur Modellierung von schallabstrahlenden Gebäudeteilen stehen neben der vertikalen Flächenquelle auch die Punkt-, Linien- und Flächenquelle zur Verfügung. Die Auswahl des jeweiligen Objekttyps ist abhängig von den vorhandenen Eingangsdaten, der Immissionssituation (Abstand und Teilabschirmung), sowie von Genauigkeitsanforderungen.