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Anwendung auf Nutzungsgebiete

Das Bewertungsverfahren wird auf Nutzungsgebiete angewendet. Das folgende Bild zeigt ein einfaches Beispiel.

Nutzungsgebiet mit Straße

Dialog Nutzungsgebiet (Beispiel 1)

Monetäre Daten (lokal)

Wie das Eingabefenster des WA – Nutzungsgebiets (siehe Nutzungsgebiet) zeigt, können nach Aktivierung der Option „Monetäre Daten (lokal)“ Werte für die drei zusätzlichen Größen:

  • Geschossflächenzahl GFZ (NAGFZ)
  • Miete/m²/a (NAMIETE)
  • Mietminderung (NAMIND)

eingegeben werden. Die Abkürzungen in der Klammer sind die Variablennamen, mit denen später auf den Wert dieser Variablen zugegriffen werden kann.

In der Eingabezeile für die Mietminderung wurden noch die beiden Variablen

  • LP Berechneter Schallpegel an jedem Punkt
  • NASTR Grenzwert für Straßenlärm bei dieser Nutzungsart (eingestellt unter Eigenschaften|Nutzungsarten, siehe Nutzungsarten)

verwendet, um für alle Teilflächen, deren Pegel weniger als 5 dB unter dem Grenzwert liegt, die Wertminderung zu berechnen.

Geschossflächenzahl: Ein Faktor, mit dem die Grundstücksfläche multipliziert werden muss, um die auf einem Areal maximal zulässige Wohnfläche zu erhalten.

Miete pro m² und Jahr: kann in beliebiger Währung eingegeben werden – die Auswerteergebnisse beziehen sich dann auch auf diese Währung.

In der Formel für die Mietminderung ist ein Faktor angegeben (0.01 im Beispiel), der sich auf eine Pegeländerung um 1 dB bezieht - es wird somit von einer Mietminderung von 1 % pro dB Pegelerhöhung ausgegangen.

Weitere Variable, die zur Auswertung benötigt werden:

  • FL Fläche eines Rasterelements in m²
  • NAOK Wahrheitswert (0-falsch, 1-wahr) zur Bestimmung, ob ein Rasterelement in einem Nutzungsgebiet liegt

Raster berechnen

Zur monetären Bewertung der Lärmbelastung wird der kennzeichnende Schallpegel, der dieser Bewertung zugrunde gelegt werden soll, für das gesamte Gebiet im Flächenraster berechnet.

Rasterbewertung

Im zweiten Schritt wird dann über den Befehl Raster|Bewertung Rasterelement für Rasterelement durchlaufen und die Bewertungsformel berechnet. Der für die Rasterelemente berechnete Wert wird aufsummiert und als Ergebniswert dargestellt.

Mit den genannten Variablennamen ergeben sich beispielsweise folgende Auswertungen, wobei allerdings je nach Rastergröße eine gewisse Unschärfe in Kauf genommen werden muss (wenn der Rasterpunkt im Nutzungsgebiet liegt, wird die gesamte Fläche des Rasterelements diesem Nutzungsgebiet zugeordnet).

FL Fläche des Rechengebiets
FL*NAOK Fläche der Nutzungsgebiete
FL*NAOK*NAGFZ Wohnfläche der Nutzungsgebiete
FL*NAOK*NAGFZ*NAMIETE Mietwert für alle Nutzungsgebiete
FL*NAOK*NAGFZ*NAMIETE*NAMIND Lärmbedingte Mietwertminderung

Im Beispiel 1 beträgt die Fläche des

  • Rechengebiets (FL) insgesamt 10080 m²
  • Nutzungsgebiets 8000 m².
  • Als Geschoßflächenzahl ist ein Wert von 0.8 angegeben.

Damit beträgt die maximale Wohnfläche in diesem Gebiet 0.8 x 8000 m² = 6400 m². Der Mietwert bei 100 € pro Jahr und m² ist somit 640.000 €.

Auswertung für Beispiel 1

Die o.g. drei Parameterwerte für „Geschoßflächenzahl“, „Mietpreis pro Jahr und m²“ sowie „Mietminderung pro dB“ sind im Dialog dieses WA-Nutzungsgebiets lokal eingegeben – diese Werte gelten dann nur für dieses eine Nutzungsgebiet. Generell ist es auch möglich, diese Werte im Dialog Eigenschaften|Nutzungsarten global für die einzelnen Nutzungsgebietsarten festzulegen – sie gelten dann eben für alle Gebiete einer bestimmten Nutzungsart in gleicher Weise. Erfolgt eine globale und eine lokale Festlegung, so gilt im Zweifelsfall immer die lokale Festlegung. Die global festgelegten Werte werden nur für die Nutzungsgebiete verwendet, bei denen lokal nichts festgelegt worden ist.

Schritt 1 – Berechnung der Pegel

Die Berechnung des Beispiel 1 mit Rasterweite 1m x 1m und Immissionsorthöhe 4 m (siehe Rasterspezifikation) führt auf das im nachfolgenden Bild dargestellte Ergebnis.

Berechnungsergebnis für Beispiel 1 mit Rasterweite 1m und Berechnungshöhe 4m

Schritt 2 – Bewertung

Wenn das Raster berechnet ist, wird über Menü Extras|Bewertung (siehe Rasterbewertung) die Berechnung der gewünschten Einzahlgrößen durchgeführt. In der Beispieldatei "Monetär1.cna" sind bereits die o.g. Formeln eingetragen.

Beispiel

Pfad: Beispiele\Extras\Monetär1.cna

Die Formel für die lärmbedingte Mietwertminderung lautet

FL*NAOK*NAGFZ*NAMIETE*NAMIND

Nach Klick auf das Symbol Berechne ergibt sich eine Wertminderung in Euro aufgrund der Lärmbelastung.

Durch Änderung des DTV der Straße, Neuberechnung des Rasters und Bewertung verändert sich auch dieser lärmbedingte Wertverlust. Ebenso kann jetzt die Verbesserung durch einen Schallschirm oder von anderen Maßnahmen monetär bewertet werden.