Wall
Das Objekt „Wall“ geht historisch auf die Modellierung von Straßenlärm zurück (siehe z.B. RLS-90 RAS-1982). Zu dieser Zeit wurden üblicherweise keine Geländemodelle bei der Modellierung der Schallausbreitung verwendet.
Der Wall weist folgende Eigenschaften auf:
- Der Wall stellt akustisch einen Doppel-Schirm mit parallelen Schirmkanten im Abstand der eingegebenen „Kronenbreite“ dar (senkrechter Abstand der Schirmkanten).
- Das eingegebene Polygon ist die Fußpunktlinie des Walls. Bei positiver Neigung verläuft der Wall rechts, bei negativer Neigung links der Fußpunktlinie.
- Die Oberkante des Walls über der Bezugsebene wird durch die „relative Höhe über Fuß“ festgelegt.
- Die Eingabe einer Höhe im Dialog Polygon: Geometrie hebt die Fußpunktlinie des Walls um den eingegebenen Betrag an. In der Regel beträgt die Relativhöhe des Walls Null (Meter).
- Der Wall wirkt nur abschirmend, aber nicht reflektierend.
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| Wall in der Plan-Ansicht | Schnittdarstellung des Walls |
Weitere Informationen zur Richtlinien-spezifischen Wirkung des Objekts „Wall“ siehe Registerkarte Industrie, Registerkarte Straße und Registerkarte Schiene.

Wall in 3D-Ansicht
Weitere Informationen
Weiterhin sind folgende Eigenschaften des Walls im Zusammenhang mit Geländemodellen beachtenswert:
- Die in der 3D-Ansicht gezeigte Schräge geht von der Fußpunktlinie aus und dient dazu das Objekt als „Wall“ zu identifizieren.
- Diese grafisch dargestellte Schräge stellt kein Gelände dar und beeinflusst daher auch nicht die Bodendämpfung. Bei einem gleichzeitig vorhandenen Bodenmodell wird die resultierende Bodendämpfung nur durch den vom Bodenmodell erzeugten Bodenverlauf bestimmt.
Hinweis
Der Wall wird - obwohl er in der 3D-Ansicht wie eine Geländeformation aussieht - nicht mit anderen Gelände-bestimmenden Objekten (wie Höhenpunkten und Höhenlinien) im Rahmen der Triangulation verschnitten. Insbesondere werden die beiden Schirmkanten nicht mit in der Nähe befindlichen Geländekanten zu einem durchgehenden Gelände trianguliert. Dies ist kein Fehler, sondern darauf zurückzuführen, dass der Wall eben kein Gelände-bestimmendes Objekt ist.
Dialogoptionen

BEZ, Info-Fenster, ID, ObjectTree
siehe Dialogfelder BEZ, ID, INFO, ObjectTree, Master im Handbuch „Einführung in CadnaA“
relative Höhe über Fuß (m)
Diese Höhe bezieht sich auf die Wall-Oberkante (und nicht auf die Höhe der Fußpunktlinie, siehe unten: Schaltfläche „Geometrie“).
Neigung 1:
Die Schräge oder Böschung des Walls wird bei positiver Neigung rechts von der Eingaberichtung, sonst links gezeichnet (Standardwert: 1:1.5)
Kronenbreite (m)
Der senkrechte Abstand der beiden parallelen Schirmkanten des Doppel-Schirms.
Schaltfläche „Geometrie“
Das Objekt wird als offenes Polygon eingeben, wobei sich die Objekthöhe im Dialog Polygon: Geometrie auf die Fußpunktlinie des Walls bezieht. In der Regel beträgt die eingegebene Relativhöhe Null (Meter). Ansonsten stehen alle Optionen im Dialog zur Verfügung (siehe Linienförmige Objekte).
Weitere Hinweise
Paralleles Objekt
Mit dem Befehl Paralleles Objekt aus dem Kontextmenü einer Straße kann ein Wall parallel zu dieser Straße durch Angabe des Abstands (Abstand Straßenachse - Fußpunktlinie) erzeugt werden (siehe Paralleles Objekt im Handbuch „Einführung in CadnaA“).
Umwandlung in Schirm
Bei der Umwandlung von Wällen in Schirme (z.B. nach erfolgter Wandoptimierung) wird das Höhenattribut HREL des Walls automatisch in das Höhenattribut HA des Schirms geschrieben (siehe Umwandeln in im Handbuch „Einführung in CadnaA“).
siehe auch: Kapitel Automatische Wandoptimierung

