Objekt an DGM anpassen
Zur Beschreibung der grundsätzlichen Funktionalität dieses Befehls siehe Objekt an DGM anpassen im Handbuch „Einführung in CadnaA“.
Anwendung
Die Höheninformationen von Objekten (z.B. Straßen, Häuser) und des Geländes (Höhenpunkte, Höhenlinien) stammen häufig aus unterschiedlichen Quellen. Es kommt daher vor, dass die vorgegebenen Objekthöhen (z.B. Straßenhöhen) nicht mit den Bodenhöhen übereinstimmen.
In diesen Fällen kann CadnaA die Objekthöhe (z.B. der Straße/n oder auch anderer linien- oder flächenförmiger Objekte) mittels des Befehls Objekt an DGM anpassen automatisch an das Bodenverlauf anpassen. Dabei werden neue Stützpunkte der Objektgeometrie berechnet und deren z-Koordinate an die lokale Bodenhöhe angepasst.
Bei Anwendung dieses Befehls wird angenommen, dass das Bodenmodell und die damit einhergehende lokale Höhenangabe (z-Höhe, d.h. die Absoluthöhe) richtig und relevant ist. Diese impliziert, dass die vorliegenden Objekthöhen als weniger richtig und relevant als die lokale Bodenhöhe bewertet wird.
Die Entscheidung, ob die Objekthöhen oder das Geländemodell relevant sind/ist oder nicht, kann indes die Software nicht treffen, sondern muss vom Anwender getroffen werden.
Folgen
Im Hinblick auf die Auswirkungen dieses Befehls werden hier linien- oder flächenförmige Objekte unterschieden.
Linienförmige Objekte
Beispiele für diese Objektart sind Linienquellen, Straßen oder Schienenwege.
Bei diesen Objekten repräsentiert das eingegebene Polygon die Mittelachse des Objekts (insbes. bei Straßen und Schienenwegen). Praktisch bedeutet dies, dass auch bei veränderlichen Straßenbreiten, die Geometrie (und damit die Höhe) nur für die Mittelachse eingegeben und bekannt ist. Die Anpassung an das Gelände kann daher nur für die Mittelachse erfolgen, da die Höhe der Fahrbahnränder (oder auch am Rand des Schienenwegs) unbekannt ist. Dies gilt - in Bezug auf Straßen - insbesondere auch dann, wenn eine Querneigung der Straße (siehe Gemeinsame Eingabedaten) eingegeben wurde. Auch in diesem Fall erfolgt die Anpassung an das Gelände ausschließlich für die Mittelachse der Straße.
Eine Konsequenz - unabhängig davon, ob eine Querneigung eingegeben wurde oder nicht - ist, dass nach Ausführen des Befehls Objekt an DGM anpassen die beiderseitigen Fahrbahnränder vom Gelände überdeckt oder auch über dem Gelände schweben können. Falls keine Querneigung eingegeben wurde, wird die Straßenoberfläche als eben angenommen. Dies kann zur Folge haben, dass auch die - in der Regel - beiden Emissionslinien vom Gelände überdeckt oder auch höher über dem Gelände schweben können. Falls eine Querneigung eingegeben wurde, wird diese bei Ausführen des Befehls Objekt an DGM anpassen beibehalten. In beiden Fällen - mit oder ohne Querneigung - erfolgt daher keine Anpassung der Fahrbahnränder an die dortige Geländehöhe.
Beispiel
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Trotzdem kann es zu Überdeckung oder Schweben über Gelände an den Fahrbahnrändern kommen.

Nach Anwenden des Befehls Objekt an DGM anpassen sind ggf. die Fahrbahnrändern weiterhin von Gelände überdeckt oder schweben über dem Gelände.

Bei vorhandener Querneigung der Straße (hier: 20%)erfolgt die Anpassung an das Gelände ebenfalls nurfür die Mittelachse der Straße.
Flächenförmige Objekte
Beispiele für diese Objektart sind Flächenquellen und Parkplätze.
Bei flächigen Objekten liegen explizite Geometriepunkte nur für die Umfangslinie vor. Innerhalb eines flächigen Objekts bestehen jedoch keine Polygonpunkte, deren Höhe an ein vorhandenes Geländemodell angepasst werden könnte.
Demzufolge kann ein flächiges Objekt mit Hilfe des Befehls Objekt an DGM anpassen nur unvollkommen an einen komplexen Geländeverlauf angepasst werden.
Beispiel
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Verwenden Sie daher zur Anpassung von Flächenquellen an das Gelände nicht den Befehl Objekt an DGM anpassen, sondern die Option „Flächenquellen mit relativer Höhe sind geländefolgend“ auf der Registerkarte „DGM“, Menü Berechnung|Konfiguration (siehe Registerkarte DGM).

Anpassung der Flächenquelle an den Geländeverlauf unter Verwendung der Option „Flächenquellen mit relativer Höhe sind geländefolgend“





