Schallstrahlen darstellen
Durch Anklicken der Option „Generiere Strahlen“ im Dialog Immissionspunkt wird erreicht, dass alle bei der Berechnung des Pegels für diesen Immissionsort berücksichtigten Schallstrahlen dargestellt werden. Jedem Strahl ist eine Kennung als ID beigefügt - Direktschall RAY_???_00, Strahlen 1.Ordnung RAY_???_01, Strahlen 12. Ordnung RAY_???_12 usw. Die Fragezeichen sind Platzhalter für eine dreistellige Zahl, die den anteiligen Pegel dieses Strahls anzeigt. Der ID: RAY_435_01 bedeutet, dass der Reflexionsstrahl 1. Ordnung einen Pegelanteil von 43.5 dB aufweist.
CadnaA berechnet Reflexionen auch für gebeugte Schallstrahlen. Diesen wird in der Kennung noch ein s beigefügt. Ein Strahl der 8. Ordnung, der abgeschirmt ist und für den eine Beugungsrechnung durchgeführt worden ist, hat somit die Kennung RAY_???_08s.
Auf diese Weise können über die leistungsfähige Gruppenbildung (Tabellen|Gruppe, siehe Gruppen) in CadnaA auf einfache Weise die Strahlen einer bestimmten Reflexionsordnung dargestellt oder ausgeschaltet werden. Sind die Strahlen z.B. als Objekt Hilfspolygon importiert worden, so können in der Darstellung alle gebeugten Schallstrahlen durch Deaktivieren der Gruppe mit dem Muster match(ID$, "*_??S") ausgeschaltet werden.
Durch entsprechende Einstellungen für deaktivierte Objekte in Eigenschaften|Darstellung (siehe Objektdarstellung) bringen Sie die gebeugten und pegelmäßig meist nicht relevanten Strahlen völlig zum Verschwinden.
Beispiel
- Starten Sie CadnaA.
- Unter Menü Eigenschaften|Umgriff die Werte wie im nachfolgenden Bild dargestellt als Umgriff festlegen

Folgende Objekte eingeben
- Punktquelle mit LwA 100 dB, Bezeichnung Q1 - Koordinaten 20/5/5 nach Anklicken der Schaltfläche „Geometrie“
- 2 Häuser mit Höhe 25m und Reflexionsverlust 0 dB:- Haus 1 (80/60 , 85/60 , 85/100 , 80/100)- Haus 2 (0/130 , 5/130 , 5/160 , 0/160)
- Objekt „Haus“ im Werkzeugkasten auswählen und den Wert 80 über die Tastatur eingeben - dabei öffnet sich das Dialog Punkteingabe - TAB-Taste drücken und den Wert 60 eingeben - OK anklicken und den nächsten Wert des zweiten Koordinatenpaares eingeben.
- Nach Eingabe der Koordinaten des ersten Hauses den Eingabemodus mit einem Klick der rechten Maustaste abschließen.
- Wiederum mit der rechten Maustaste die Hausgrundrißlinie einmal anklicken - der Editierdialog öffnet sich.
- Schaltfläche „Geometrie“ anklicken und Haushöhe
25m relativ eingeben. - Wiederholen Sie dies für das zweite Haus. Die Haushöhe wird automatisch übernommen.
- 2 Immissionsorte: I2 (35/110/5) und I3 (35/170/5)
- Entsprechendes Symbol im Werkzeugkasten anklicken.
- Koordinaten über Tastatur eingeben und mit OK den Dialog Punkteingabe schließen.
- Bei Klick mit der rechten Maustaste auf den Rand des Immissionspunktes öffnet sich der Editierdialog.
- Bezeichnung eingegeben und die Höhe nach Anklicken der Schaltfläche „Geometrie“.
- Den Dialog mit OK schließen.
- Stellen Sie unter Berechnung|Konfiguration|Reflexion eine maximale Reflexionsordnung von 2 (oder mehr) ein.
Es sollen die Strahlen zum Immissionspunkt I3 dargestellt werden.
- Rufen Sie das Editierdialog von I3 im Bearbeitungsmodus durch Doppelklick auf den Punktrand auf und aktivieren Sie die Option „Generiere Strahlen“

Kennung zur Strahlberechnung im ID-Feld
- Führen Sie nun die Berechnung durch Klick auf das Taschenrechnersymbol auf der Symbolleiste aus.
Die Darstellung zeigt, dass der direkte Strahl, eine Reflexion 1.Ordnung und eine Reflexion 2.Ordnung berechnet worden ist. CadnaA berechnet Reflexionen bis zur angegebenen Ordnung vollständig.
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Nach Doppelklick auf einen Strahl - oder durch Aufruf von Tabellen|Diverse Objekte|Hilfspolygone - können Sie die Strahlen anhand der ID-Kennung identifizieren.
Hinweis
Beachten Sie hierbei gleich die Möglichkeit von CadnaA - wenn Sie in der Polygon-Tabelle in ein Feld einmal klicken, ist der entsprechende Strahl in der Grafik markiert und kann so leicht identifiziert werden. Wenn Sie nach Doppelklick auf eine Tabellenzeile das Editierdialog geöffnet haben und unter Geometrie in ein Feld der Koordinatenliste klicken, blinkt der entsprechende Punkt in der Grafik. Mit den Pfeiltasten können Sie so die Punkte mit grafischer Kontrolle durchlaufen.
Jetzt sollen nur die Strahlen 2.Ordnung dargestellt werden. Dies erfolgt nicht durch direktes Ausschalten der nicht gewünschten Strahlen, sondern über die Gruppenbildung.
- Legen Sie in der Tabelle Gruppe im Menü Tabellen eine neue Zeile an (mit der rechten Maustaste und Kontextmenü-Befehl Einfügen nachher wählen oder EINFG-Taste drücken).
- Doppelklicken Sie in die Zeile, editieren Sie die Bezeichnung und geben Sie im Feld „Muster“ ein: *_02 und schließen Sie mit OK.

- Legen Sie eine weitere Zeile mit dem Muster ray* an Diese erfasst alle Strahlen (Hilfspolygone, deren ID mit „Ray“ beginnt).

- Deaktivieren Sie diese Gruppe durch Eingabe eines Minuszeichen in der Spalte „Variante V01“.
Nach Bestätigung mit OK werden nur noch die Strahlen zweiter Ordnung angezeigt.

