Zum Inhalt

Windeinfluss

Da Windrichtung und Windgeschwindigkeit die Schallausbreitung beeinflussen, müssen diese Parameter bei der Berechnung berücksichtigt werden oder stellen eine Grundannahme des angewandten Berechnungsverfahrens dar.

Das in ISO 9613-2 zur Berechnung des A-bewerteten Dauer-Schalldruckpegels beschriebene Verfahren gilt für Mitwindausbreitungsbedingungen (zur genaueren Definition siehe ISO 9613-2 (1996), Abschnitt 5). Diese meteorologischen Verhältnisse stellen eine schallausbreitungsgünstige Situation dar, wobei für jede Verbindung Quelle-Empfänger (Schallstrahl) leichter Mitwind angenommen wird.

Zur Korrektur von Windverhältnissen, die von dieser Annahme abweichen, dient die sogenannte „Meteorologische Korrektur“ Cmet. Nach ISO 9613-2 (1996), Gleichung (6), gilt:

\(L_{AT}(LT)=L_{AT}(DW)-C_{met}\)

wobei

  • LAT(LT): Langzeit-Mittelungspegel für die betrachtete meteorologische Situation (LT=long-term),
  • LAT(DW): Mitwind-Mittelungspegel (DW=downwind),
  • Cmet: meteorologische Korrektur.

Korrektur Cmet

Die Berechnung erfolgt nach DIN ISO 9613-2 (1996), Abschnitt 8, gemäß:

\(C_{met} = C_0[1-\frac{10(h_s+h_r)}{d_p}]\)

für \(d_p > 10(h_s+h_r)\),

ansonsten \(C_{met}=0\).

Hierbei sind:

  • C0: Korrekturfaktor, in dB,
  • hs: Quellhöhe über Boden, in Metern,
  • hr: Immissionspunkthöhe über Boden, in Metern,
  • dp: Abstand Quelle-Aufpunkt projiziert auf die horizontale Bodenebene.