Reflexionen
Durch reflektierende Objekte im Bereich des Schallausbreitungswegs ergeben sich zusätzliche Schallstrahlen, die am Aufpunkt bzw. Immissionspunkt einwirken und den Pegel erhöhen können.
Bei der Berechnung von Reflexionen wird in der Regel das Spiegelquellenprinzip angewendet und somit vorausgesetzt, dass die reflektierenden Flächen „akustisch glatt“ sind. Die numerische Berechnung der diffusen Reflexion ist in der Praxis der ingenieurmäßigen Anwendung nur über statistische Ansätze zur Streukörperdichte realisiert worden (siehe z.B. Kut-1967) - eine numerisch korrekte, aber für die Praxis aus mehreren Gründen noch zu aufwendige Lösung zur punktgenauen Rechnung mit diffuser Reflexion ist in Pro-1988 beschrieben.
Andererseits hat sich das Spiegelquellenprinzip bei der Schallausbreitungsrechnung auch in den Fällen, in denen strenggenommen keine glatten Flächen vorliegen, hervorragend bewährt. So wird die Schallausbreitung in Fabrikhallen, in denen die Raumbegrenzungsflächen durch Anbauten wie Rohrleitungen u.dgl. alles andere als glatt sind, durch Einbeziehung von Reflexionen bis zu extrem hohen Ordnungen genau beschrieben (siehe hierzu z.B. Pro-1990 und 3760-93).