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Industriequellen

Die allgemeinen Punkt-, Linien- und Flächenquellen (horizontal und vertikal), können zur Modellbildung für unterschiedliche Lärmquellen - einschließlich der Gebäudeabstrahlung - verwendet werden. Zudem können sie eine individuelle Richtwirkung (siehe Richtwirkung bei Industriequellen) aufweisen.

Bei Verwendung dieser Quellen zur Modellierung der Gebäudeabstrahlung werden diese durch Aktivierung des Objektfangs (siehe Objektfang) in einem definierbaren Abstand vor der Gebäudewand platziert. Damit wird verhindert, dass sich eine Quelle versehentlich innerhalb eines Gebäudes befindet.

Zur Erläuterung der gemeinsamen Parameter der allgemeinen Schallquellen siehe Gemeinsame Eingabedaten.

Punktquelle

Eine Punktquelle wird durch Anklicken mit dem Mauszeiger auf den gewünschten Ort platziert. Sie wird als Kreuz dargestellt.

Punktquellen sind Lärmquellen, deren Ausdehnung relativ zum Abstand der Immissionsorte klein ist. Beispiele sind Lüftungsöffnungen, Pumpen, Motore oder auch rufende Personen.

Punktquellen-Geometrie: siehe Punktförmige Objekte

Linienquelle

Linienquellen sind nicht geschlossene Polygone. Sie sind nur in einer Dimension ausgedehnte Lärmquellen, wobei die Ausdehnung in den beiden dazu orthogonalen Richtungen relativ zum Abstand der Immissionsorte klein ist. Beispiele sind Rohleitungen, Förderbänder oder auch Verkehrswege auf dem Betriebsgelände.

CadnaA unterteilt die Linienquelle zur Berechnung an einen Immissionsort nach einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt wird unter Berücksichtigung aller zwischen Immissionsort und Quelle befindlichen abschirmenden Objekte in abgeschirmte und nicht abgeschirmte Linienstücke unterteilt (siehe Projektion von Linienquellen).

Im zweiten Schritt wird der Abstand jedes Teilstücks vom Immissionsort bestimmt und, wenn diese Teilstücklänge entsprechend dem normativ vorgegebenen Abstandskriterium zu groß ist, weiter unterteilt.

Linienquellen-Geometrie: siehe Linienförmige Objekte

Flächenquelle

Flächenquellen sind geschlossene Polygone und somit in zwei Dimensionen ausgedehnte Schallquellen, wobei deren Ausdehnung senkrecht zur aufgespannten Fläche klein in Verhältnis zum Immissionspunktabstand ist. Die Flächenschallquelle wird von CadnaA bei der Berechnung in ausreichend kleine Teilflächen zerlegt. In der Mitte jeder Teilfläche wird eine Punktquelle mit der anteiligen Schallleistung platziert. Dadurch entsteht ein engmaschiges Raster von Punktquellen, die in der Summe die Emission der Flächenschallquelle repräsentieren.

Flächenquelle horizontal

Die horizontale Flächenquelle wird durch ihre Grundrisslinie eingegeben.

Flächenquellen können Parkplätze (siehe Parkplatz), Sportplätze oder auch ganze Industrie- oder Gewerbegebiete sein.

Flächenquellen-Geometrie: siehe Flächenförmige Objekte

Flächenquelle vertikal

Die vertikale Flächenquelle wird durch ihre Grundrissprojektion als nichtgeschlossener Polygon-Streckenzug eingegeben.

Geometrie der vertikalen Flächenquelle: siehe Linienförmige Objekte

CadnaA unterteilt die Flächenquelle zur Berechnung an einem Immissionsort nach einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt wird unter Berücksichtigung aller zwischen Immissionsort und Quelle befindlichen abschirmenden Objekte in abgeschirmte und nicht abgeschirmte Flächenstücke unterteilt (siehe Registerkarte Aufteilung, Projektion von). Im zweiten Schritt wird der Abstand jedes Teilstücks vom Immissionsort bestimmt und, wenn die größte Teilstückabmessung entsprechend dem normativ vorgegebenen Abstandskriterium zu groß ist, weiter unterteilt.

Zur Definition der Geometrie einer vertikalen Flächenquelle

Soll z.B. ein Fenster wie in der Abbildung als abstrahlende Fläche berücksichtigt werden, so wird dieses Fenster im Grundriss als Linienzug in geringem Abstand vor der betreffenden Gebäudefassade eingegeben. Zur eindeutigen Unterscheidung ist ein Abstand von etwa 0.05m zweckmäßig. Dieser Abstand wird durch Einstellung eines Objektfangs und Angabe eines Fassadenabstandes (Menü Eigenschaften|Objektfang, siehe Objektfang) erreicht.

Vertikale Flächenquelle vor einer Gebäudefassade

Im Editierdialog der vertikalen Flächenquelle wird im Dialog Geometrie mit der Eingabe der Höhe die Lage der Oberkante festgelegt. Dies kann wie bei allen anderen Objekten als relative oder absolute Höhenangabe oder als Höhe bezogen auf ein Gebäudedach erfolgen. Durch die Angabe der z-Ausdehnung (Abbildung s.o.) ist dann auch die Unterkante festgelegt. Kompliziertere Umrisse einer vertikalen abstrahlenden Fläche können durch mehrere rechteckige Flächen angenähert werden.

Bei der Berechnung wird die vertikale Flächenquelle durch eine Reihe von Linienquellen im gegenseitigen Abstand von 1 m ersetzt. Diese werden nach den o.g. Verfahren in Teilstücke zerlegt.

Hinweis

Die Ausführungen in den nachfolgenden norm-spezifischen Kapiteln beziehen sich auf die Implementierung der entsprechenden Norm oder Richtlinie in CadnaA und stellen daher keine inhaltsgleiche Wiedergabe des Norm- oder Richtlinieninhalts dar.