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Registerkarte Aufteilung

Rasterfaktor

Bei Linien- und Flächenquellen ist die größte Ausdehnung der durch Unterteilung erzeugten Teilabschnitte Hmax kleiner dem mit dem Rasterfaktor multiplizierten Abstand d des Teilabschnitt-Mittelpunkts vom Immissionspunkt. Standardmäßig wird ein Rasterfaktor von 0.5 verwendet:

Hmax < 0.5 * d

Je kleiner der Rasterfaktor, desto mehr Teilsegmente der Quelle/n werden erzeugt und desto größer ist die Rechenzeit.

Vorgehensweise

Im Zuge der Berechnung wird ausgehend vom kürzesten Abstand zwischen einem Immissionspunkt (oder jedem Rasterpunkt) und jeder Quelle geprüft, ob die geometrisch vorgegebenen Teilabschnitt der Quelle die Anforderung an die Segmentierung erfüllen. Falls nicht, wird der entsprechende Abschnitt der Quelle halbiert und die Prüfung wiederholt. Dies erfolgt solange, bis die o.g. Anforderung erfüllt ist.

Beispiel

Pfad: Beispiele\Konfiguration\Aufteilung\Rasterfaktor

Nachfolgendes Beispiel zeigt die Segmentierung einer Linienquelle von 200 m Länge bei zwei verschiedenen Rasterfaktoren für einen Immissionspunkt in 100 m senkrechtem Abstand vom Mittelpunkt der Quelle.

Rasterfaktor 0.5
Teilsegmentlänge mit vier Quellsegmenten erfüllt, da:
50 m < 125/2 m bzw. 50 m < 103.1/2 m
Rasterfaktor 0.1
Teilsegmentlänge erfordert drei oder vier Teilungen:
- für 6.25 m Segmente: 6.25 m < 100/10 m bzw. 6.25 m < 123.2/10 m
- für 12.5 m Segmente: 12.5 m < 128.8/10 m bzw. 12.5 m < 137.1/10 m

maximale/minimale Abschnittslänge (m)

Die maximale und minimale Abschnittslänge (in Metern), die bei der automatischen Unterteilung entsteht, kann festgelegt werden. Die eingebenen Werte dienen als zusätzliches Kriterium neben dem Rasterfaktor. Durch das Segmentierungsverfahren werden keine größeren Quellsegmente als die maximale Abschnittlänge und keine kleineren als die minimale Abschnittlänge erzeugt.

Beispiel

Pfad: Beispiele\Konfiguration\Aufteilung\max_Abschnittslänge

Die nachfolgenden Beispiele verwenden einen Rasterfaktor von 0.5.

maximale Abschnittslänge 1000 m (Standardeinstellung):
In diesem Beispiel ohne Auswirkung, da alle Abschnittslängen < 1000 m.
maximale Abschnittslänge 25 m:
Alle Quellsegmente haben Abschnittslängen von maximal 25 m. Kleinere Abschnitte können abhängig vom Rasterfaktor entstehen.

minimale Abschnittslänge (%)

Bei der minimalen Abschnittslänge kann diese auch als prozentualer Anteil der Gesamtlänge angegeben werden. Ist die minimale Abschnittslänge <> 0%, so wird der größere Wert aus „Min. Abschnittlänge (m)“ und „Min. Abschnittlänge (%)“ verwendet.

Hinweis

Die Verwendung einer prozentualen Angabe kann eine Berechnung beschleunigen, da bei langen bzw. flächenmäßig großen Quellen weniger Teilsegmente und damit Strahlen erzeugt werden.

Beispiel

Pfad: Beispiele\Konfiguration\Aufteilung\min_Abschnittslänge

Die nachfolgenden Beispiele verwenden Rasterfaktor 0.5 und einer maximalen Abschnittslänge von 1000 m:


minimale Abschnittslänge 1 m (Standard) und 0%: Es entstehen 14 Quellsegmente mit den Abschnittslängen 125, 62.5 und 31.25 m.

minimale Abschnittslänge 100 m und 0%: Es entstehen 12 Quellsegmente mit den Abschnittslängen 125 und 62.50 m. Die vier 31.25 m langen Abschnitte werden durch zwei 62.50 m lange Abschnitte ersetzt, da gilt 62.5 m < 100 m.

Abschnittsaufteilung nach RBLärm-92, Verfahren 1

Das Verfahren 1 ist das sogenannte „exakte“ Verfahren nach RB-1992, das die größtmögliche Teilstücklänge liefert.

Hinweis

Diese Option ist nur für Straßen im deutschen Regelungsbereich relevant.

Projektion von

Ist die Option „Projektion“ aktiviert, so erfolgt für Linien- und/oder Flächenquellen vor der eigentlichen Segmentierung eine Vorunterteilung nach abgeschirmten und nicht abgeschirmten Teilbereichen der Quelle. Erst nach dieser vorausgehenden Unterteilung werden die abgeschirmten und nicht abgeschirmten Quellbereiche getrennt auf Grundlage des Abstandskriteriums segmentiert (siehe Projektion bei ausgedehnten Quellen).

Projektion auch an Geländemodell

Mit dieser Option werden auch mit Höhenlinien definierte abschirmende Bodenerhebungen bei der Projektion von Linien- und Flächenschallquellen berücksichtigt. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

Bei aktivierter Option werden bei der Entscheidung, welche Höhenlinien abschirmend wirken, triangulierte Höhenlinien nicht beachtet.

Beispiel

Pfad: Beispiele\Konfiguration\Aufteilung\Projektion_DGM


Projektion auch an Geländemodell AUS: Die Abschirmung der Linienquelle durch das Gelände (mit Oberkante in 20 m Höhe) wird bei der Projektion nicht berücksichtigt.

Projektion auch an Geländemodell AN: Der durch das Gelände abgeschirmte Bereich der Linienquelle (orange Strahlen) wird bei der Projektion getrennt vom nicht abgeschirmten Bereich segmentiert.

Hinweis

Die Aktivierung dieser Option kann bei komplexen Geländemodellen eine erhebliche Verlängerung der Rechenzeit bewirken. Es wird daher empfohlen, diese Option nur in einfachen Szenarien zu verwenden.

maximaler Abstand Quelle-Immissionspunkt

Ist der Immissionspunkt weiter entfernt als dieser maximale Abstand, so wird kein Projektionsverfahren mehr angewendet (Standardwert: 2000 m).

Suchradius um Quelle

Bei der Aufteilung der Quelle nach dem Projektionsverfahren werden nur Hindernisse berücksichtigt, die einen geringeren Abstand als dieser Suchradius um die Quelle haben (Standardwert: 100 m).

Suchradius um Immissionspunkt

Bei der Aufteilung der Quelle nach dem Projektionsverfahren werden nur Hindernisse berücksichtigt, die einen geringeren Abstand als dieser Suchradius um den Immissionspunkt haben (Standardwert: 100 m).

Mindesabschnittslänge bei Projektion berücksichtigen

Bei Aktivierung dieser Option werden durch das Projektionsverfahren keine kleineren Abschnitte als unter „Min. Abschnittlänge“ angegeben erzeugt. Der größere der beiden aus „Min. Abschnittlänge (m)“ und „Min. Abschnittlänge (%)“ sich ergebende Wert wird verwendet.

Hinweis

Die Aktivierung dieser Option kann die Berechnung beschleunigen.

Beispiel

Pfad: Beispiele\Konfiguration\Aufteilung\min_Abschnittslänge_Projektion


Option „Mindesabschnittslänge bei Projektion berücksichtigen“ EIN

Option „Mindesabschnittslänge bei Projektion berücksichtigen“ AUS: Die hier orange dargestellten Strahlen fallen bei eingeschalteter Option weg.