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Brücke

Das Objekt „Brücke“ stellt eine horizontale Platte dar, die bei der Schallausbreitung von unterhalb oder oberhalb gelegenen Quellen abschirmend wirkt. Dieses Objekt war in früheren CadnaA-Versionen die einzige Möglichkeit, frei über dem Boden schwebende abschirmende Flächen zu modellieren.

Durch die Option „Eigenabschirmung“ der Objekte „Straße“ und „Schiene“ ist das Objekte „Brücke“ bei der Modellierung von Brückenplatten für Verkehrswege inzwischen entbehrlich (siehe Straße und siehe Schiene, jeweils Absatz „Eigenabschirmung“).

Das Objekt „Brücke“ hat folgende Eigenschaften:

  • Die Brücke ist eine durch ein geschlossenes Polygon berandete horizontale Platte, die alle Schallstrahlen, von denen sie nicht getroffen wird, unbeeinflusst lässt.
  • Befindet sich die Quelle oberhalb der Brückenebene und schneidet der direkte Schallstrahl die Platte, so erfolgt eine Schirmrechnung über die Brückenkanten, wenn sich der Aufpunkt nicht direkt unter der Brückenplatte befindet.
  • Auch von tieferliegenden Quellen ausgehende Schallstrahlen, die auf dem direkten Weg zu höher gelegenen Aufpunkten die Platte schneiden, erfolgt eine Schirmrechnung über die Brückenoberkante.
  • Eine Berechnung der Beugung in den Raum unter der Brücke erfolgt nicht. Daher sind die Ergebnisse unterhalb der Brückenplatte nicht relevant!
  • Die Brückenplatte wird stets als ebene Platte angenommen und, unabhängig vom Bodenverlauf, parallel zur Bezugsebene.
  • Die Höhe der Brückenplatte entspricht der Höhe des ersten Polygonpunkts (Dialog Brücke|Geometrie). Die für die übrigen Eckpunkte im Dialog Geometrie erscheinenden Höhenwerte sind für die Schirmrechnung nicht relevant.
  • Bei der Zuweisung von Höhen zu Objekten oberhalb der Brückenplatte wird diese wie ein Gebäudedach betrachtet. Durch Auswahl der Option „Gebäudedach“ als Höhenattribut (Dialog Brücke|Geometrie) wird die Höhe über Brückenplattenniveau eingegeben.
  • Im vertikalen Raster oder im Schnitt wird die Brückenplatte nicht dargestellt.

Die von einer auf der Brücke befindlichen Straße oder Schienenstrecke auf dem tiefliegenden Bodenniveau verursachten Schallimmissionen werden korrekt und ohne Hilfskonstruktionen unter Berücksichtigung der Beugung um die Brückenkanten berechnet.

Auch die unterseitige Durchstrahlung der Brücke, die bei einem so überbrückten Dammeinschnitt zur Immission auf einer Dammseite durch die Quellen auf der anderen Dammseite führt, wird automatisch einbezogen.

Durch eine Erweiterung der Schirmdefinition können auch auf einer Brücke befindliche Schallschirme richtig berechnet werden (siehe Schwebender Schirm).

Beispiel

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