Stich
Mit diesem Befehl aus dem Kontextmenü, bei den Importoptionen oder über den Dialog Objekte verändern können die aus Polygonzügen gebildeten Objekte durch Weglassen von Punkten vereinfacht werden.

Dies spart Speicherplatz und erhöht die Rechengeschwindigkeit, weil alle Schnittberechnungen mit jedem durch zwei Punkte begrenztem Segment durchgeführt werden müssen. Insbesondere bei importierten Dateien sind Höhenlinien und auch Verkehrswege (Straßen, Schienen) oft unnötig detailliert. Hier kann durch Anwenden des Befehls Stich eine erhebliche, die Genauigkeit nicht beeinträchtigende Datenreduktion erreicht werden.
Das Verfahren entspricht in 2D exakt dem Douglas-Peucker-Algorithmus. Bei Verwendung der Option Vertikal entspricht das Vorgehen nicht exakt dem 3D-Ansatz von Douglas-Peucker, da in CadnaA horizontal- und vertikal-Abstand separat geprüft werden.
Dialogoptionen
- Horizontal: Die eingegebene Bedingung wird nur für Abweichungen in der xy-Ebene geprüft und ggf. angewandt.
- Vertikal: Ist diese Option aktiviert, kann eine vertikal Abweichung in z-Richtung angegeben werden. Diese Bedingung wird dann zusätzlich geprüft und ggf. angewandt. Es müssen somit beide Bedingungen - horizontal und vertikal - erfüllt sein, um den Stich auszulösen.
Beispiel
Im Beispiel wird eine Straße mit vielen Polygonpunkten verwendet.

Ausgangszustand: Straße mit vielen Polygonpunkten
Im Dialog Stich wird für den obigen Straßenabschnitt 1 m eingegeben. Dies bewirkt das Löschen aller Punkte, auf die das o.g. Kriterium zutrifft.
Nach Verlassen des Dialogs mit OK ist der Straßenabschnitt begradigt.

Endzustand: Straße aus drei Polygonpunkten
Es verbleiben nur drei Polygonpunkte, da alle anderen Punkte zu ihren jeweiligen Nachbarpunkten um weniger als 1 m abweichen.