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Berechnungsprotokoll

Das Berechnungsprotokoll (Dialog Berechnung|Protokoll) für Immissionspunkte wird erst während der Berechnung erzeugt und erfordert daher, dass die Berechnung an Immissionspunkten nach Aktivierung dieser Option erneut ausgeführt wird (Symbol auf der Symbolleiste).

Das Berechnungsprotokoll zeigt die emissions-wirksamen Schallleistungspegel (Lw bzw. L‘w), Dämpfungen und Immissionspegel (Lr) je Strahlweg für die Zeitbereiche Tag, Abend und/oder Nacht an. Beachten Sie, dass für Mischpegel (z.B. Lde oder Lden) kein Protokoll ausgegeben wird, da diese aus den Pegeln Ld, Le und Ln erst nachträglich (einschließlich der ggf. eingegebenen Zuschläge) berechnet werden. Weiterhin ist das Protokoll für Strahlen, welche ausschließlich durch eine Berechnung des Maximalpegels (Zielgrößen LmaxD/E/N) generiert werden, nicht verfügbar.

Dialogoptionen

Option „Schreibe Protokoll“

Bei aktivierter Option „Schreibe Protokoll“ werden alle Zwischenergebnisse an Immissionspunkten (siehe Immissionspunkt) im Zuge einer erneuten Pegelberechnung in eine Protokoll-Datei geschrieben.

Protokoll-Datei

Die Daten, welche bei Verwenden der Protokoll-Funktion generiert werden, werden in einer separaten Datei gespeichert, welche eine SQLite-Datenbank darstellt und z.B. für weitere Analysen mit der Software DB Browser for SQLite gelesen werden kann.

Bei Auswahl von <cadnafile>.prot wird dasselbe Verzeichnis / derselbe Dateinamen wie zur cna-Datei verwendet, jedoch mit Endung .cnaprot. Alternativ kann ein nutzerdefinierter Pfad angegeben werden. Sofern noch keine CadnaA-Datei gespeichert wurde, verwendet CadnaA zum Speichern der Datei ein temporäres Verzeichnis, z.B. AppData/Local/Temp.

Schaltfläche „Drucken“

Bei Klick auf die Schaltfläche „Drucken“ wird der Dialog Drucken| Protokoll geöffnet, in dem die Einstellungen für den Drucker und das Seitenlayout vorgenommen werden (siehe analoge Optionen im Dialog Drucken Bericht, siehe Berichte drucken). Des weiteren kann mit der Einstellung "Druckbereich" eine Auswahl der enthaltenen Immissionspunkte getroffen werden.

  • Über die Schaltfläche "Vorschau" werden die ausgewählten Bereiche auf dem Bildschirm im Dialog CadnaA Druckvorschau angezeigt (siehe Druckvorschau).
  • Ein Klick auf die Schaltfläche "Drucken" bewirkt den direkten Ausdruck auf den ausgewählten Drucker.

Schaltfläche „Export“

Über die Schaltfläche „Export“ kann die Protokolldatei als text- oder html-Datei exportiert werden. Geben Sie hierzu einen Dateinamen ein und wählen Sie ein Zielverzeichnis. Bei Klick auf „Speichern“ wird die Protokolldatei mit der momentan eingestellten Spaltenstruktur exportiert. Die Exportdatei kann mit einem Texteditor geöffnet und ggf. bearbeitet werden. HTML-Dateien lassen sich mit einem Web-Browser öffnen und drucken.

Über diese Schaltfläche kann auch das Kompaktprotokoll ausgegeben werden. Für weitere Informationen, siehe Kapitel Kompaktprotokoll.

Optionen

Schaltfläche „Tabellen“

Über diese Schaltfläche besteht die Möglichkeit, die angezeigten Spalten der Protokoll-Tabelle zu editieren.

Das Protokoll weist für jede Berechnungsnorm eine vordefinierte Spaltenstruktur auf. Die angezeigten Berechnungsnormen hängen von der verwendeten Lizenz ab und sind in die vier Spalten für die Normbereiche Industrie, Straße, Schiene und Fluglärm unterteilt. Klicken Sie auf eine bestimmte Norm, um das entsprechende, vordefinierte Tabellenformat im Abschnitt „Vorschau“ anzuzeigen.

Mit einem Klick auf Editieren kann eine benutzerdefinierte Protokolltabelle definiert werden. Für weitere Informationen, siehe Objekttabelle editieren und siehe Protokoll-Attribute.

Zeitbereich

Mit Hilfe des gewählten Zeitbereichs kann festgelegt werden, ob das Protokoll für alle Zeiträume D/E/N oder nur für einen einzelnen Zeitraum ausgegeben werden soll.

Ist die Option „(alle)“ gewählt, enthält das Protokoll für jeden Zeitbereich D/E/N eigene Zeilen, sofern die Emission in einem der Zeitbereiche verschieden ist. Sind die Emission in allen Zeiträumen D/E/N hingegen gleich, wird nur eine Protokollzeile mit dem Text „DEN“ ausgegeben.

BEISPIEL 1: Punktquelle mit gleicher Emission in Zeitbereichen D und E, aber abweichender Emission im Zeitbereich N.
Ist für Zeitbereich „(Alle)“ gewählt werden eigene Zeilen für jeden Zeitbereich im Protokoll angezeigt.
Für die Schiene werden immer getrennte Zeitbereiche angezeigt.
HINWEIS: Option „Mindestwert für Lr: 0.0 dB“ EIN
BEISPIEL 2: Punktquelle mit gleicher Emission in allen Zeitbereichen D/E/N. Ist für Zeitbereich „(Alle)“ gewählt, werden im Protokoll Zeilen angezeigt, die mit „DEN“ bezeichnet sind und für jeden der Zeitbereiche D/E/N gelten.
HINWEIS: Option „Mindestwert für Lr: 0.0 dB“ EIN

Option „Mindestwert für Lr“

Ist diese Option aktiviert, so werden nur die Protokoll-Zeilen ausgegeben, deren Teilimmissionspegel größer oder gleich dem eingegebenen Zahlenwert sind. Als Beispiel werden bei Eingabe eines Mindestwertes von 0.0 dB negative Teilpegel nicht mehr angezeigt.

Option „Spektren zusammenfassen“

Bei deaktivierter Option wird für spektrale Quellen je Frequenz eine separate Zeile im Protokoll ausgegeben. Ist diese Option aktiviert, werden die Spektren stattdessen zu einer einzigen Zeile zusammengefasst, deren Berechnung sich auf den A-Pegel mit entsprechend gewichteten Werten für die frequenzabhängigen Dämpfungsmaße bezieht.

siehe auch: Kapitel Kompaktprotokoll

Protokoll über Strahl öffnen

Wenn die Option Generiere Strahlen (als Hilfspolygone) aktiviert ist und zugleich das Protokoll berechnet wurde, wird bei Öffnen des Strahls (Hilfspolygon, nicht Immissionspunkt) eine Schaltfläche "Protokoll" angezeigt. Hierüber lässt sich das Protokoll für diesen Strahl anzeigen.

Spalte K0 bei Industriequellen (Richtwirkungsmaß)

Für Industriequellen enthält das Protokoll die Spalte K0. Der angezeigte Wert hängt von der Konfigurationseinstellung der Option „Bodendämpfung“ auf der Registerkarte „Industrie“ (siehe Registerkarte Industrie) ab:

  • Bei Bodendämpfungs-Modellen, die den Anstieg der Schallleistung der Schallquelle durch quellnahe Bodenreflexionen schon innerhalb der Bodendämpfung Aground berücksichtigen, wird in der Protokollspalte K0 nur der im jeweiligen Quelldialog eingegebene Wert „K0 ohne Boden“ angezeigt.Ein Beispiel ist das spektrale Bodendämpfungs-Modell von ISO 9613-2 (K0 = K0 ohne Boden = 3 dB):Gleiches gilt auch für Ausbreitungsmodelle, die quellnahe Bodenreflexionen nicht oder auf andere Weise berücksichtigen.

  • Bei Bodendämpfungs-Modellen, die den Anstieg der Schallleistung der Schallquelle durch quellnahe Bodenreflexionen separat berücksichtigen (somit neben der reinen Bodendämpfung Aground), wird in der Protokollspalte K0 die Summe aus dem im jeweiligen Quelldialog eingegebenen Wert „K0 ohne Boden“ und dem berechneten Richtwirkungsmaß (K0 in VDI 2714, Domega in ISO 9613-2) angezeigt.Ein Beispiel ist das nicht-spektrale Bodendämpfungs-Modell von ISO 9613-2 (K0 = K0 ohne Boden + Domega, in diesem Beispiel 3 dB + 2.9 dB = 5.9 dB):